Rückkehr zum Old-School-Sound
In den neunziger Jahren machten sich Sacriversum durch eine unkonventionelle Kombination aus kompromisslosem Death Metal, progressiven Strukturen und atmosphärischen Klangteppichen einen Namen in der europäischen Szene. Ihr Debütalbum „The Shadow Of The Golden Fire“ erschien 1994 zu einer Zeit, als viele Genrebands begannen, ihre Grenzen auszuloten. Damals bewegte sich die Gruppe auf Augenhöhe mit Formationen wie Pestilence, Death oder Atheist, die du vielleicht in deiner Plattensammlung hast. Was die Band von Beginn an von klassischen Vertretern abhob, war der gezielte Einsatz von Keyboards. Insbesondere der Hammondorgel-Sound von Krzysztof „Baran“ Baranowicz prägte den Stil maßgeblich und brachte eine klassische Rock-Note ein, die stark an den Geist von Deep Purple erinnert.Gründungsmitglied Remigiusz „Remo“ Mielczarek erinnert sich an diese prägende Phase:
Wenn man jung ist, hat man das Gefühl, dass alles möglich ist. Ich erinnere mich an diese Jahre als eine Zeit voller außergewöhnlicher Begeisterung. Wir waren alle Studenten, hatten viel Kraft und Energie und konnten viel Zeit in die Band investieren.
Nach weiteren Veröffentlichungen wie den Alben „Soteria“ und „Beckettia“ schlug das Kollektiv vorübergehend eine doomigere, stärker von Gothic-Elementen geprägte Richtung ein, ehe sich die Wege der Musiker im Jahr 2005 trennten. Der endgültige Impuls für die Wiederbelebung im Jahr 2022 ging von Gitarrist Krystian „MacKozer“ Kozerawski aus, der den verbleibenden Kern mit Bassist Mielczarek und Rückkehrer Baranowicz wieder vereinte.
Mielczarek beschreibt die Ausrichtung des neuen Werks wie folgt:
Es ist, als hätten wir die gesamte „mittlere Phase“ aus unserer Geschichte entfernt, und unser neues Album „Before The Birth Of Light“ wurde direkt nach „The Shadow...“ als zweites veröffentlicht. Jetzt sind wir reife, sogar ältere Herren, Baran ist zur Band zurückgekehrt, sodass wir dort weitermachen können, wo wir 1994 aufgehört haben.
Historische Mythen und neue Live-Pläne
Inhaltlich greift die Band auf historische Motive zurück, die jedoch als Metaphern für die Gegenwart dienen.Wir haben verschiedene Geschichten der Wikinger, die im Mittelalter unaufhaltsam über Europa hinwegfegten, mit einer metaphorischen Bedeutung versehen. Ihre Geschichte diente uns als Hintergrund, um das darzustellen, was wir heute selbst empfinden.
Parallel zur weltweiten Veröffentlichung über Fireflash Records plant die Gruppe eine Konzertreihe in Polen, bei der vor allem Regionen berücksichtigt werden, in denen das Quintett bisher selten oder gar nicht live zu sehen war. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, blickt die Band optimistisch auf mögliche Auftritte im europäischen Ausland in der zweiten Jahreshälfte.
Tracklist
- From The Sea Side
- We're Storming Through The Night
- Let Us Ride The World
- Golden Lights Of Valhalla
- March Of The Giants
- Before The Birth Of Light
- We Die, We Fly
- Chaotic Realm Of The Sea
- Chief Of The Fearless


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