Ein kritischer Blick auf eine schweigende Generation
Das kommende Album „Re: GenX“, das von Colin Cameron im The Cell Studio abgemischt und gemastert wurde, widmet sich schweren gesellschaftlichen Themen. Es zeichnet das Bild einer Zivilisation, die sich in einer Abwärtsspirale befindet. Systemischer Kapitalismus, anhaltende Konflikte und der schleichende Verlust menschlicher Würde bilden die Grundpfeiler einer Welt, die laut Pickering für ihren eigenen Untergang konstruiert wurde. Im Zentrum steht dabei eine Abrechnung mit der eigenen Generation, die zwar Freiheit und Wohlstand erbte, diesen Errungenschaften in Krisenzeiten jedoch zu wenig Schutz bot.[quoteby by='Ian Pickering']Dieses Album ist eine Antwort auf meine eigene Generation – wofür sie stand, wofür sie schwieg und wie sie Fortschritt und Freiheit genoss, ohne viel zu tun, um irgendetwas davon zu schützen, als es wirklich darauf ankam. Aber es geht über Generationen hinaus, es ist die Menschheit, die Gesellschaft – es ist ein Klassenkampf, das war er schon immer –, und die Mächtigen verlassen sich auf Angst und Spaltung, um die Menschen daran zu hindern, das zu erkennen, selbst wenn wir alle Tricks kennen.[/quoteby>
Musikalisch und textlich will das Werk direkter und greifbarer sein als vorangegangene Veröffentlichungen. Im Vorfeld gewährte der Musiker bereits Einblicke mit Stücken wie „Just The English Way“, einer scharfen, humorvollen Abrechnung mit der englischen Identität, die zeigt, wie Höflichkeit und Tradition tiefere gesellschaftliche Risse verdecken können. Auch die Single „Commercial Road“ seziert eine Welt, in der Moral der Bequemlichkeit weicht und scheinbar alles käuflich ist.
Neuer Schwung durch traditionelle Instrumentierung
Für die Entstehung des Albums, dessen Vocals bewusst in seiner alten Heimat Teesside aufgenommen wurden, hat Pickering seine Arbeitsweise angepasst. Wenn du dir die Hintergründe anschaust, wirst du merken, dass hier ein sehr bewusster künstlerischer Prozess stattgefunden hat.[quoteby by='Ian Pickering']Alles nach 'Come and Join the Beautiful Army' wollte unbedingt einfacher und direkter sein. Alle Songs waren halbfertige Demos, und ich habe mir endlich eine halbwegs anständige E-Gitarre gegönnt. Just beim Mitspielen, um sie auszuprobieren, fand die Gitarre ihren Weg in die Lieder und gab ihnen einen gewissen Schwung. Ich wollte, dass sich die gesamte Platte unmittelbarer anfühlt: kürzere Songs, traditionellere Formen und Texte, die schlanker, präziser und weniger zerdacht sind.[/quoteby>
Diese musikalische Neuausrichtung zeigt sich in zehn abwechslungsreichen Titeln, die das Album letztlich prägen. Wenn du dir selbst einen Eindruck von der Song-Struktur verschaffen möchtest, findest du hier die offizielle Titelliste.
Tracklist
- The Summer Talking
- Bang Bang
- Trust Me I'm A Psychopath
- This Song Sucks (Mind The Gap)
- Just The English Way
- The Bodies Are Under The Bus Again
- Home Front Truths
- We Are Breach
- Commercial Road
- All Assuming You


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