Ein düsteres und cineastisches Klangbild
Musikalisch bewegt sich das neue Material in düsteren Gefilden. Bree selbst beschreibt das Werk als klangliche Weiterentwicklung, die den Hörer in eine schummrige, mit Samt ausgekleidete Bar im Keller entführt. Die Songs pendeln zwischen spielerisch-verführerischen und beunruhigend-provozierenden Momenten. Kritiker und Fans ziehen bereits Vergleiche zu den düster-nostalgischen Klängen von Bands wie New Order oder Siouxsie & the Banshees. Damit findet Brees musikalische Reise über die Jahrzehnte hinweg ihr von den achtziger Jahren durchtränktes, melancholisches Ziel. Seine bekannten Orchesterarrangements verbinden sich hier mit einer kargen Noir-Ästhetik, filmischer Instrumentierung und seinem unverwechselbaren, grüblerischen Bariton.Das Album lebt vor allem auch von der engen Zusammenarbeit mit einer internationalen Riege an Gastmusikerinnen. So ist die bei Fans bereits wohlbekannte Princess Chelsea auf gleich drei Tracks vertreten, während Rachel Clarke auf der Single „Savour My Love“ von intimer Zurückhaltung zu intensiven Höhen aufsteigt. Weitere gesangliche Beiträge stammen von der französischen Fotografin Eloïse Labarbe-Lafon sowie der Musikerin und Schauspielerin Adah Dylan. Dass dieses Album thematisch kein Blatt vor den Mund nimmt, zeigt sich auch an Brees humorvoller und zugleich ehrlicher Anekdote über die Reaktionen in seinem Umfeld:
Als ich meiner Mutter davon erzählte, schlug ich ihr vor, dieses Album vielleicht lieber auszulassen.
Visueller Wiedererkennungswert und Live-Kultur
Neben der Musik ist Jonathan Bree vor allem für seinen streng durchdachten visuellen Stil bekannt. Sowohl er als auch seine Bandmitglieder treten stets maskiert auf – eine Ästhetik, die bereits seinem viralen Durchbruch-Video zu „You're So Cool“ aus dem Jahr 2017 zu weltweitem Ruhm verhalf. Das Video verzeichnet auf YouTube mittlerweile mehr als 28 Millionen Aufrufe und wurde von Branchenmagazinen ausgezeichnet. Diese maskierte Anonymität prägt auch die energiegeladenen Live-Auftritte des Künstlers. Bei Konzerten spielt die Band vor eigens für jeden Song kreierten filmischen Projektionen, während Tänzer eine jenseitige Choreografie aufführen, die das Konzerterlebnis abrundet.Tracklist
- Disappear
- Chameleon
- Game
- Cloak and Dagger
- Confidant
- Honey
- Live To Dance
- Medicine
- This is Me
- Part Time Love
- Just Like An Angel
- Savour My Love
- Gun
- Don’t Call It Love
- She Was Fun
- Slow
- Little Miss No Name


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