Ein Blick auf die Geschichte der Band
Gegründet im Jahr 1992, erarbeitete sich Sacriversum schnell einen Ruf für eine eigenständige Mischung aus Old-School Death Metal, atmosphärischen Klängen und progressiven Elementen. Nach ihrem Debütalbum „The Shadow Of The Golden Fire“ aus dem Jahr 1994 vollzog die Gruppe spürbare stilistische Veränderungen. Neue Mitglieder stießen hinzu, und der Sound öffnete sich verstärkt in Richtung Gothic Metal und Doom Metal – vergleichbar mit zeitgenössischen Entwicklungen bei Bands wie Tiamat, Paradise Lost, Opeth oder Orphanage.Die Veröffentlichungen von 1998 bis 2003 bildeten zudem eine inhaltlich ambitionierte Trilogie. Während „Soteria“ noch von antiker Philosophie geprägt war, verarbeitete das im Jahr 2000 erschienene „Beckettia“ literarische Einflüsse des Schriftstellers Samuel Beckett. Das Nachfolgealbum „Mozartia“ richtete den Blick schließlich auf klassische Inspirationen, bevor sich Sacriversum mit „Sigma Draconis“ (2004) thematisch dem Weltraum und Science-Fiction-Themen zuwandte. Nach einer Auflösung im Jahr 2005 war die Band viele Jahre inaktiv, meldete sich jedoch im Mai dieses Jahres mit dem neuen Album „Before the Birth of Light“ zurück.
Persönliche Einblicke in die Albenerstellung
Gründungsmitglied, Sänger und Bassist Remigiusz „Remo“ Mielczarek blickt auf die einzelnen Phasen der Alben zurück. Über den Wandel auf „Soteria“ erklärt er:Es war Mitte der 1990er Jahre, und unsere Band durchlief gerade Veränderungen, sowohl was die Besetzung als auch unseren Stil betraf. Wir wollten uns mehr in Richtung Melodie, Melancholie und Härte bewegen, statt nur auf Geschwindigkeit zu setzen. Von der ursprünglichen Sacriversum-Besetzung waren nur noch zwei Mitglieder übrig: Zwei neue Gitarristen, eine Sängerin und ein neuer Keyboarder waren hinzugekommen. Es war weltweit eine Zeit intensiven Wachstums für den Gothic Metal, in der Bands wie Tiamat, Amorphis, The Gathering, Paradise Lost, Edge of Sanity und Orphanage aufkamen. Sie alle inspirierten uns, aber wir wollten unseren eigenen Weg gehen.
Dies ist ein Konzeptalbum, dessen Texte von den Werken Samuel Becketts inspiriert sind. Ich stand damals stark unter dem Einfluss dieses Schriftstellers – einige Jahre zuvor hatte ich meine Masterarbeit über ihn geschrieben. Musikalisch haben wir bei „Beckettia“ versucht, die auf „Soteria“ vorhandenen Klanglandschaften ein wenig weiterzuentwickeln und zu verfeinern.
Dieses Album schließt unsere Trilogie ab, deren einzelne Alben jeweils einem bestimmten Thema gewidmet sind – von der antiken Philosophie bis hin zu den Werken von Beckett und Mozart. Ich mag die „Mozartia“-Stücke sehr – ich glaube, sie haben auch heute noch enormes musikalisches Potenzial. Die Stücke auf diesem Album haben natürlich einen Gothic-Metal-Charakter mit weiblichem Gesang und Keyboards, tendieren stilistisch jedoch etwas stärker zum Death Metal als die beiden vorherigen Alben.
Dieses Album war kein Teil mehr der ‚thematischen‘ Veröffentlichungsreihe, für die wir uns vom Weltraum und von Science-Fiction inspirieren ließen. Musikalisch ist es ein sehr eigenartiges Album, das Elemente aus Death Metal, Gothic und Progressive Rock vereint.
Tracklist
- Sacriversum - Meditates
- Sacriversum - Overwhelming Monuments
- Sacriversum - Waiting For Godot
- Sacriversum - The Krapp's Last Tape
- Sacriversum - Painful Fame
- Sacriversum - Born To Be The Best
- Sacriversum - Northern Blood
- Sacriversum - Sigma Draconis


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