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Komahawk: Neues Album Doomsday for Democracy angekündigt

Die Bremer Crossover-Band meldet sich mit neuer Single zurück.



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Die Bremer Crossover-Band Komahawk meldet sich nach langer Studio-Pause mit handfesten Neuigkeiten zurück. Am 12. Juni 2026 erscheint das neue Studioalbum „Doomsday for Democracy“ über Fuego Records sowie als limitierte CD über den eigenen Bandcamp-Shop der Gruppe. Wenn du auf handgemachten Crossover der 90er-Jahre stehst, kannst du dir ab sofort die neue Single „Slayer Saves“ samt zugehörigem Videoclip zu Gemüte führen. Zuvor hatten die Musiker bereits den Song „Blow On The Coals“ veröffentlicht. Begleitend dazu steht auch der gesamte Backkatalog der Band ab sofort erstmals auf den gängigen digitalen Plattformen bereit.

Rückkehr zu den Thrash- und Hardcore-Wurzeln

Inhaltlich verarbeitet die neue Single ein Gefühlsleben, das du vermutlich aus dem Alltag kennst. Frontmann Lars „Diggn“ Groß ordnet die thematische Ausrichtung des Titels wie folgt ein:
Mit schlechter Laune zum gehassten Job, alle Menschen erscheinen als Feinde und man könnte durchdrehen. Wer kennt das nicht? Was hilft dagegen: Slayer auf die Ohren! Das hat mich so immer davor gerettet Amok zu laufen.
Lars Groß
Die Wurzeln von Komahawk reichen bis ins Jahr 1992 zurück. Damals formierte sich die Gruppe in der Bremer Musikszene, die zu dieser Zeit als wichtiger Hotspot für Punk und Hardcore galt. Mit ihrer Mischung aus Thrash Metal, Hardcore und Punk sorgte die Band rasch für Aufmerksamkeit. Nach dem Demo „Nothing Is Forever“ (1992) folgte 1994 das Debütalbum „No Hope For Tomorrow“. Dieses führte zwei Jahre später zu einer Europatournee im Vorprogramm der US-amerikanischen Thrash-Metal-Veteranen Sacred Reich. Noch im selben Jahr erschien das zweite Album „Slow“ (1996), ehe 1998 der dritte Longplayer „Rhytmo Fantastico“ den vorläufigen Schlusspunkt der ersten Bandphase markierte.

Der Anstoß für die spätere Wiedervereinigung lag im 20-jährigen Jubiläum ihres Debütwerks. Ein exklusives Konzert in der Bremer „Towerbar“ entfachte die alte Leidenschaft aufs Neue. Sänger und Gitarrist Lars Groß erinnert sich an diesen Moment:
Das hat denn so gefunkt, dass wir weiter geprobt haben. Wir sind ja kreative Musiker mit vielen Ideen, die raus müssen.
Lars Groß
Nach dem Reanimationskonzert ging die Band das Projekt ohne Hektik an. Die Musiker nutzten gemeinsame Proben im Bunker, um alte Klassiker aufzufrischen und neue Songideen zu entwickeln. Auch der Einschnitt der Corona-Pandemie bremste die Bremer nicht dauerhaft aus. Nach dem Ende der Einschränkungen reifte der Entschluss, die gesammelten Ideen in einem vollständigen Album zu bündeln.

Die Produktion übernahm die Band in Eigenregie. Lars Groß erklärt das Vorgehen:
Wir haben dann wie früher am Wochenende geprobt, uns die Zeit genommen und die Ideen gemeinsam ausgearbeitet. Das Album habe wir dann im DIY-Modus im Proberaum Stück für Stück aufgenommen und alles am Ende bei mir Zuhause gemischt.
Lars Groß
Groß, der zwischenzeitlich auch als Live-Gitarrist bei Motorjesus Bühnenerfahrung sammelte, brachte bei den Arbeiten diverse neue Facetten in den etablierten Sound ein. Musikalisch verspricht das kommende Werk eine Weiterentwicklung, ohne die eigenen Wurzeln zu verleugnen. Lars Groß führt dazu aus:
Aus musikalischer Sicht ist noch mehr dazugekommen. Twin-Melody-Gitarren oder Blues angehauchte Soli hatten wir früher z.B. gar nicht. Wir machen nur Musik, die wir fühlen und dahinterstehen. Wenn ein neuer Einfluss kommt und sich gut anfühlt, dann ziehen wir das durch. Es bewegt sich aber meist zwischen Punk, Thrash Metal und dem Hardcore Bereich. Deshalb sind die Lieder auf der neuen Platte recht unterschiedlich. So mögen wir das. Musik ist die größte Freiheit, die wir haben und da lasse ich mir nicht reinreden.
Lars Groß
Neben Lars Groß (Gesang und Gitarre) gehören Halit Sahin an der Gitarre, Bernd „Bassbernd“ Janssen am Bass sowie Björn Geene am Schlagzeug zum aktuellen Line-up.

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