Musik

Junius melden sich zurück: Neues Album Sotera erscheint im Juni

Das Post-Metal-Quintett kündigt nach fast zehn Jahren ein neues Album an.



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Foto: Matt Darcy. Mehr zum Thema Transparenz.

Fast ein Jahrzehnt lang war es auf Albumlänge still um das Quintett aus Boston. Mit „Sotera“ kehren Junius am 26. Juni 2026 schließlich zurück und präsentieren ihr erstes vollwertiges Studioalbum seit dem 2017 erschienenen Werk „Eternal Rituals for the Accretion of Light“. Erscheinen wird die neue Platte über Prosthetic Records und MNRK. Wenn du dich für atmosphärische, vielschichtige Sounds zwischen Post-Metal, Ambient und Shoegaze begeisterst, dürfte diese Ankündigung für dich besonders spannend sein.

Die Wiedergeburt einer Post-Metal-Instanz

Seit über zwanzig Jahren entzieht sich die Band aus Massachusetts einfachen Genre-Zuschreibungen. Ihr bisheriger Weg führte sie stilistisch von Post-Punk über Post-Rock hin zu jenem Klanggewand, das Fans und Kritiker heute meist als Post-Metal zusammenfassen. Dabei gelingt Junius seit jeher ein feines Ausbalancieren extremer Gegensätze: Schreie treffen auf Stille, ungeschliffene Härte auf glänzende Melodiebögen.

Frontmann und Gitarrist Joseph E. Martinez fasst das musikalische Selbstverständnis der Formation treffend zusammen:
Im Laufe der Jahre wurden wir als Post-Punk, Post-Rock und nun als Post-Metal bezeichnet, in dieser Reihenfolge. Wir haben uns nie wirklich groß um das Etikett gekümmert, aber Post-Metal scheint das zu sein, worauf sich die Leute bei uns geeinigt haben. Wir sehen es als harte Musik, die Bewegung und Melodie über Aggression um ihrer selbst willen stellt. Wir haben immer versucht, Schwere mit emotionalem Auftrieb in Einklang zu bringen. Die Schwere schafft die Anziehungskraft, aber die Melodie ist es, die dich in den Äther trägt.
Joseph E. Martinez
Für die Produktion von „Sotera“ zeichnen Joseph E. Martinez selbst sowie Producer Tom Syrowski verantwortlich, der zuvor unter anderem mit Mastodon und Blackberry Smoke gearbeitet hat. Gemeinsam haben sie einen Sound geschaffen, der die charakteristischen Merkmale der Band weiter verfeinert. Klare, weitläufige Klangflächen verbinden sich mit eingängigen Melodien und einer kontrollierten Intensität, die dem Album eine dynamische, beinahe symphonische Entwicklung verleiht. Laut Martinez fühlt sich das Resultat wie eine echte Erneuerung an:
Sotera ist wie eine Wiedergeburt für die Band und ebenso sehr ein Akt der Hingabe wie ein Musikstück.
Joseph E. Martinez

Göttlich-weibliche Symbolik und mythologische Bezüge

Inhaltlich markiert das Werk eine deutliche Verschiebung im Schaffen der Band. Während sich frühere Veröffentlichungen von Junius intensiv mit existenziellen Krisen, Katastrophen, dem Konzept des Samsara oder Vorstellungen vom Leben nach dem Tod auseinandersetzten, blickt „Sotera“ stäker auf die Gegenwart. Im Fokus steht die Suche nach Balance und Ausgleich durch das Göttlich-Weibliche.

Martinez erläutert die Namensgebung und die konzeptionelle Ausrichtung der neuen Stücke wie folgt:
Das Wort ‚Sotera‘ ist die weibliche Form von ‚Retterin‘ oder ‚Beschützerin‘ im Griechischen und hat perfekt eingefangen, worum sich das Album dreht. Dieses Album ist eine musikalische Anrufung, die das Göttlich-Weibliche als Kraft der Transformation und des Gleichgewichts erforscht. Medea steht an der Schwelle. In ‚Sotera‘ rufen wir Hekate, ihre Mutter, an, uns bei ihrer Auferstehung zu führen. Das Orakel als liebevolle, aber ignorierte Prophetin. Lucifera erscheint als die bestrafte Lichtbringerin. Die Initiatrix ist diejenige, die den Ritus beginnt.
Joseph E. Martinez
Eingespielt wurde das Album von der aktuellen Bandbesetzung, bestehend aus Joseph E. Martinez (Gesang, Gitarre), Dana Filloon (Schlagzeug), Eoghan McCarthy (Gitarre), Matthew Vincenty (Gitarre) und Orion Wainer (Bass).

Tracklist

  1. Disciple
  2. The Oracle
  3. Summon Her
  4. Initiatrix
  5. Darkwater
  6. Serpent
  7. Lucifera
  8. Scythian

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