Fokus auf Zuverlässigkeit und Betriebskosten
Im Rahmen der Studie wurden 200 internationale Unternehmenskunden aus den Bereichen Hyperscale-Cloud, Cloud Service Provider (CSP) und Enterprise-IT zu ihren Strategien befragt. Ein zentrales Ergebnis: Unternehmen setzen bei der Planung ihrer KI-Architekturen vor allem auf bewährte Technologien und langfristige Wirtschaftlichkeit. Während Rechenleistung für KI-Training und Inferenz dynamisch genutzt werden kann, wachsen die erzeugten Datenbestände – etwa Trainingsprotokolle, Embeddings und Inferenzdaten – kontinuierlich an.Ganze 66 Prozent der Befragten gaben an, Infrastrukturen mit nachweislicher Zuverlässigkeit und planbarer Performance gegenüber experimentellen oder neuartigen Technologien zu bevorzugen. Bei der Schwerpunktausrichtung gaben jeweils 69 Prozent der IT-Verantwortlichen an, dass die Unterstützung von KI-Workloads sowie die Verbesserung von Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit höchste Priorität besitzen. Interessant dabei: Die Optimierung von Latenzzeiten rangiert mit lediglich 7 Prozent weit dahinter, wenn es um die langfristige Infrastrukturplanung geht.
Wirtschaftlichkeit bestimmt die Speicherwahl
Ein weiterer kritischer Faktor ist die Optimierung der Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO). Satte 87 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen den Ausbau von Speicherkapazitäten bei gleichzeitiger TCO-Optimierung als zentrale Aufgabe. Da Datenmengen im KI-Zeitalter schnell das Exabyte-Niveau erreichen, rücken klassische Festplatten wieder stärker in den Mittelpunkt strategischer Überlegungen.74 Prozent der Befragten betrachten TCO, Kapazität und Skalierbarkeit als die prägenden Vorteile von HDD-basierten Systemen. Dies zeigt sich auch in der konkreten Bestandsverteilung in den Rechenzentren: Bei 70 Prozent der befragten Unternehmen, die Einblick in ihre Speicherkonfiguration gaben, stellen Festplatten mehr als die Hälfte der gesamten Speicherkapazität dar. Bei 35 Prozent der Unternehmen machen HDDs sogar mehr als 75 Prozent des Gesamtspeichers aus.
In der Praxis führt dies verstärkt zu gestuften Speicherarchitekturen (Tiered Storage). Dabei werden leistungskritische Kurzzeitdaten auf schnellen SSDs verarbeitet, während der massive Pool an langfristigen KI-Daten kostengünstig auf HDDs ausgelagert wird. Anonyme Stimmen aus der Umfrage unterstreichen diesen Ansatz:
Festplatten sind keine veraltete Technologie, sondern eine strategische, zukunftsfähige Speicherlösung. Sie sind ideal für das wachsende Datenaufkommen und bieten die niedrigsten Kosten pro TB auf dem Markt. Die Zukunft heißt nicht HDD oder SSD, sondern liegt in der Kombination aus beidem.
HDDs sind weiterhin Teil unserer langfristigen Strategie, da sie zuverlässigen, skalierbaren Speicher zu geringeren Kosten bieten und sich optimal für große Datenmengen und die langfristige Speicherung eignen.
Speicherplatz als Nadelöhr der KI-Transformation
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Markt für KI-Infrastrukturen die reine Experimentierphase verlässt. Statt kurzfristiger Rechenleistungs-Spitzen rückt der dauerhafte, stabile Betrieb umfassender Datensysteme in den Mittelpunkt.WD-Produktchef Ahmed Shihab betont die veränderten Anforderungen der Industrie:
KI ist nicht nur eine Herausforderung für die Rechenleistung, sondern auch für den Datenspeicher. Unsere Kunden stehen an vorderster Front. Ihre Anforderungen prägen unmittelbar unsere Innovationen, die wir für das KI-Zeitalter und darüber hinaus entwickeln.


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