Musik

Hiba Tawaji & Ibrahim Maalouf: Neues Chanson-Album "À la française"

Das Musiker-Ehepaar interpretiert französische Klassiker neu.



Hiba Tawaji & Ibrahim Maalouf: Neues Chanson-Album
Foto: Arno Lam. Mehr zum Thema Transparenz.

Wenn französische Eleganz auf Orient-Jazz trifft, entsteht ein vielschichtiges Klanggemälde. Das Musiker-Ehepaar Hiba Tawaji und Ibrahim Maalouf hat ein gemeinsames Projekt angekündigt: Unter dem Titel "À la française" veröffentlichen die libanesische Sängerin und der französisch-libanesische Jazz-Trompeter am 18. September 2026 eine musikalische Hommage an das französische Chanson. Das Album erscheint über das Label Mister Ibe im Vertrieb von Bertus und wird als CD, Vinyl sowie auf allen gängigen Digitalplattformen erhältlich sein. Wenn du dich für neue Interpretationen bekannter Melodien interessierst, erwartet dich hier ein vielversprechendes Zusammenspiel verschiedener musikalischer Welten.

Zwei etablierte Musiker verbinden ihre Welten

Hiba Tawaji und Ibrahim Maalouf sind seit 2020 verheiratet und blicken jeweils auf umfangreiche Karrieren zurück. Hiba Tawaji ist in der arabischen Welt fest etabliert und hat sich auch in Frankreich ein großes Publikum erarbeitet. Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Laufbahn zählt ihr Auftritt bei der Wiedereröffnung der Kathedrale Notre-Dame de Paris im Dezember 2024 unter der Leitung des Dirigenten Gustavo Dudamel. Darüber hinaus arbeitete sie bereits mit Künstlerinnen und Künstlern wie Andrea Bocelli oder der A-cappella-Gruppe Pentatonix zusammen.

Ibrahim Maalouf gehört zu den bekanntesten Jazz-Trompetern der Gegenwart und wurde als einer der wenigen französischen Musiker zwei Jahre in Folge für einen Grammy Award nominiert. Ein Markenzeichen seines Sounds ist die Viertelton-Trompete, eine spezielle Bauart, die einst von seinem Vater erfunden wurde und es ermöglicht, orientalische Skalen auf einem Blechblasinstrument präzise zu intonieren. In seiner mehr als zwei Jahrzehnte umspannenden Karriere kooperierte Maalouf mit zahlreichen internationalen Größen, darunter Sting, A$AP Rocky, Toumani Diabaté, Angélique Kidjo, Josh Groban und De La Soul. Seit 2017 zählt zudem Quincy Jones zu seinem US-Management.

Die Grundidee zu "À la française" erwuchs aus der gemeinsamen Arbeit des Paares an kulturellen Schnittstellen. Ein zentraler Impuls war ihre gemeinsame Interpretation des Klassikers "La Vie en rose", die sie anlässlich der Gedenkfeier zum 80. Jahrestag des Sieges vom 8. Mai 1945 vor einem Millionenpublikum präsentierten.

Bekannte Chansons im neuen Gewand

Auf "À la française" widmen sich die beiden Musiker bekannten Werken der französischen Musikgeschichte und verbinden französische Chanson-Tradition mit Jazz-Nuancen, klassischem Orchester und orientalischen Klangfarben.

Einige Stücke wurden bereits im Vorfeld der Albumveröffentlichung vorgestellt. Am Valentinstag erschien eine Interpretation des Liedes "Je t'aimais, je t'aime, je t'aimerai", bei der Tawajis Gesang und Maaloufs Viertelton-Trompete von den Klängen des Symphonieorchesters der Republikanischen Garde (Orchestre de la Garde républicaine) begleitet werden. Mit "Fais-moi une place" präsentieren Tawaji und Maalouf zudem eine Neuinterpretation des bekannten Werks von Julien Clerc. Ein weiteres Stück des Projekts ist "Jardin d'hiver", im Original von Henri Salvador. In ihrer Version kombinieren die beiden Künstler das Orchester der Republikanischen Garde mit einem Jazzquintett, um dem Titel eine sommerliche Note zu verleihen.

Tracklist

  1. Fais moi une place
  2. Je t'aimais, je t'aime, je t'aimerai

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