Persönliche Abgründe in der neuen Single
Das Musikvideo zu „Violent Silence“ setzt den visuellen Handlungsbogen fort, der bereits im zuvor veröffentlichten Clip zu „Ghosts of Europe“ begonnen wurde. Unter der Regie von Claudio Marino und produziert von Artax Film wirken neben Mortiis selbst unter anderem Enya Ellefsen, Gunn Johansson und Daniel Josefsson mit. Inhaltlich gewährt das Stück einen ungewöhnlich intimen Einblick in das Seelenleben des Künstlers.Textlich entstand ‚Violent Silence‘ als Entschuldigung an meine Frau. Ich hatte wieder etwas Dummes angestellt und sie war wirklich verärgert. Ich versuchte, mich in einer SMS zu entschuldigen; einer wirklich langen. Der Text zu ‚Violent Silence‘ wurde stark von diesen Worten und diesem Moment inspiriert. Mit der Zeit und nachdem ich nun schon eine ganze Weile mit diesem Song gelebt habe, fällt es mir immer schwerer, diese Worte zu hören. Das quälende Schuldgefühl verschwindet nie komplett. Musikalisch war es ein sehr inspirierender Song, besonders mit all diesen verrückten Fuzz- und Echo-Gitarren, die den Song gegen Ende aufbauen.
Jahrelange Entstehung und hochkarätige Mitwirkende
Die Arbeiten an „Ghosts of Europa“ erstreckten sich über einen Zeitraum von sechs Jahren. Zwischen 2020 und 2026 verbrachte Mortiis in Fredrikstad unzählige Stunden im Studio, um das Material aufzunehmen, zu verwürfeln und klanglich zu verfeinern. Ursprünglich war das Projekt als direkte Zusammenarbeit mit Stephan Groth von Apoptygma Berzerk angedacht, inspiriert von der traditionellen Berliner Schule der elektronischen Musik und Urgesteinen wie Tangerine Dream oder Klaus Schulze. Als die gemeinsame Umsetzung scheiterte, führte Mortiis das Album in Eigenregie fort, behielt jedoch die Einflüsse jener Schaffensphase bei.Für den feinschliffstarken Mix zeichnet Sean Beavan verantwortlich, der bereits für Größen wie Nine Inch Nails, Depeche Mode, System of a Down oder Slayer am Mischpult saß. Das Mastering übernahm Jules Seifert in London. Zudem glänzt das Werk mit einer langen Liste namhafter Gastmusiker: Unter anderem steuern Sarah Jezebel Deva (unter anderem Cradle of Filth), Thorsten Quaeschning (Tangerine Dream), Christopher Amott (Arch Enemy) sowie Thomas Bolverk und Matthew Setzer musikalische Beiträge bei.
Musikalische Evolution zwischen Tradition und Wandel
Mortiis blickt auf eine bewegte Historie zurück. Anfang der 1990er-Jahre startete Håvard Ellefsen als Bassist und Gründungsmitglied der norwegischen Black-Metal-Band Emperor. Nach seinem Ausstieg begründete er mit seiner Solokarriere in den Jahren 1993 bis 1999 („Era I“) maßgeblich das Genre des Dungeon Synth. Über die Jahrzehnte entwickelte sich sein Sound kontinuierlich weiter und umfasste Industrial Rock, Gothic-Einflüsse sowie experimentelle Elektronik. Auch sein äußeres Erscheinungsbild mit der markanten Troll-Maske wandelte sich im Laufe der Zeit.Mit „Ghosts of Europa“ verwebt der Musiker nun die unterschiedlichen Epochen seines Schaffens zu einem düsteren Gesamtwerk. Neben den digitalen Versionen erscheint das Album in zahlreichen physischen Formaten, darunter verschiedene Vinyl-Editionen, Tapes sowie limitierte Artbooks und Boxsets.
Tracklist
- Ghosts of Europa
- Return to the Old Fields
- The Faith That Fades Away
- Violent Silence
- Transcending Morpheus
- Tundra, Heart Of Hell
- Tribes Of Dystopia (Edit)
- Farewell Romero


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