Rückbesinnung auf kompromisslose Härte
Auf dem Nachfolger des ambitionierten Vorgängers „Flourishing Extremities On Unspoiled Mental Grounds“ schlägt die Band einen etwas direkteren Kurs ein. Während das zweite Album durchaus progressive Ausflüge wagte, konzentrieren sich Pharmacist auf „Vertebrae After Vertebrae“ wieder stärker auf eingängige, brachiale Strukturen. Frische Ideen treffen dabei auf das bewährte Fundament aus Grindcore und klassischem Death Metal.Die musikalische Ausrichtung erinnert in weiten Teilen an das Debütwerk „Medical Renditions Of Grinding Decomposition“. Pharmacist setzen auf rohes, kompromissloses Material mit einer Vielzahl von Einflüssen aus dem Old-School-Bereich. Beim Hören lassen sich Reminiszenzen an Genre-Größen wie Kreator, Death, Vio-lence oder Gorgasm heraushören, die jedoch stets in das typische Klanggewand der Band eingebettet sind. Gelegentlich eingestreute melodische Passagen dienen nicht der Weichzeichnung, sondern verleihen den brachialen Hauptkompositionen nur noch mehr Durchschlagskraft und Kontrast. Auch in den schleppenden Tempowechseln und düsteren Breakdowns zeigt sich das Duo von seiner extremen Seite.
Die Entwicklungsgeschichte von Pharmacist
Gegründet wurde Pharmacist Anfang 2020 von dem Multiinstrumentalisten Pharmacist (Gitarre, Bass, Gesang) und dem Schlagzeuger Therapeutist. Die Band legte von Beginn an ein beachtliches Arbeitstempo an den Tag: Kurz nach der Gründung erschien die EP „Forensic Pathology Jurisprudence“, gefolgt vom Debütalbum „Medical Renditions Of Grinding Decomposition“ im August 2020. Mit ihrer Mischung aus medizinischen Gore-Themen und Death Metal im Stile früher Carcass oder Pathologist erspielte sich das Projekt rasch einen Namen in der extremen Metal-Szene.In den darauffolgenden Monaten folgte eine Flut an EPs, Splits und Singles, die schließlich im zweiten Album mündete. Hells Headbangers veröffentlichte dieses 2023 erneut auf Vinyl und legte damit den Grundstein für die erneute Zusammenarbeit beim anstehenden dritten Langspieler.
Produktion in Tokio und surreales Artwork
Für den Sound von „Vertebrae After Vertebrae“ vertrauen Pharmacist erneut auf bewährte Partner. Die Aufnahmen, der Mix sowie das Mastering entstanden wieder im Studio VoidLab in Tokio, was dem Album einen drückenden und transparenten, aber dennoch extrem rauen Klang verleiht. Auch beim visuellen Erscheinungsbild setzt die Band auf Kontinuität: Das visuell verstörende und surreale Cover-Kunstwerk stammt erneut aus der Feder des Künstlers Adam Medford.Das Label beschreibt die Wirkung des neuen Materials mit folgenden Worten:
Eine gute Medizin, um deine Heilung zu heilen, fahre den Heilmittel-Sound die Wirbelsäule hinab, Wirbel für Wirbel.


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