Okkulte Riten und die Magie des alten Roms
Inhaltlich bleibt die Musik von Feralia fest in einer sakralen Sphäre verankert und zieht ihre Inspiration aus den arkanen sowie okkulten Dimensionen der archaischen römischen Welt. Jede einzelne Komposition entfaltet sich als ein musikalischer Durchgang, der an vergessene Riten und Schwellenzustände erinnert. Dabei steht stets das Spannungsfeld zwischen Leben und Tod sowie Präsenz und Abwesenheit im Mittelpunkt.Auch die visuelle Gestaltung von „Ultima Requies“ greift diese Thematik auf. Das Artwork zeigt eine Neuinterpretation des Nekromantie-Rituals der thessalischen Hexe Erichto, einer Figur aus dem Epos „De Bello Civili“ des römischen Dichters Lucan. Erichto galt als eine Gestalt, vor der sich selbst die Götter fürchteten. Während der Bürgerkriege im alten Rom soll sie gefallene Soldaten auf dem Schlachtfeld wieder zum Leben erweckt haben. Diese düstere Symbolik bildet das Herzstück des Albums: Die Konfrontation mit dem Tod wird nicht als endgültiger Schlusspunkt inszeniert, sondern als eine Schwelle, die den Zugang zu verbotenem Wissen eröffnet.
Ausladende Kompositionen für immersive Stimmungen
Musikalisch schlägt sich dieser konzeptuelle Ansatz auch in der Struktur der Stücke nieder. Die Kompositionen zeichnen sich durch ausladende Spielzeiten aus, die den einzelnen Passagen viel Raum zur Entfaltung lassen. Titel wie „Pharsalia“ mit über neun Minuten oder „Ver Sacrum“ und „Defigere“ zeigen deutlich, dass Feralia auf langsame Spannungsbögen und eine immersive Atmosphäre setzen, statt auf schnelle Effekte aus zu sein.Das Album kann ab sofort als CD-Version über den offiziellen Merchandise-Shop des Labels ATMF vorbestellt werden.
Tracklist
- Ballata Avernale (8:01)
- Ver Sacrum (8:50)
- Pharsalia (9:22)
- Empireo (5:20)
- Marpiter (6:57)
- Defigere (8:47)
- Miasma (6:27)


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