Zwischen Tradition, TikTok und elektronischen Beats
Ahmets Alltag im ländlichen Nordmazedonien ist von Einschränkungen geprägt: Die nächste Großraumdisco liegt unerreichbar weit entfernt, die Internetverbindung im Dorf ist extrem langsam und sein strenger Vater versucht mit allen Mitteln, ihm die Faszination für die Musik auszutreiben. Einzig sein stummer Bruder Naim teilt seine Begeisterung für elektronische Klänge. Die Wendung bringt das Auftauchen von Aya: Die Jugendliche macht Heimaturlaub aus Deutschland und zieht bei den Nachbarn ein.Aya bringt nicht nur einen exzellenten Musikgeschmack, einen unbändigen Freiheitswillen und ein Händchen für moderne TikTok-Tänze mit, sondern verfügt auch über ein Smartphone mit unbegrenztem Datenvolumen. Bei heimlichen Raves auf dem Acker kommen sich die beiden im Takt der Musik schnell näher. Doch die aufkeimende Romanze wird von der Realität überschattet: Aya ist bereits einem anderen Mann versprochen. Um der bevorstehenden Vermählung zu entgehen und sich aus den Fesseln traditioneller Rollenbilder zu befreien, wagen die beiden Jugendlichen einen mutigen Befreiungsschlag.
Ein internationales Festivalsehnbeispiel
Regisseur Georgi M. Unkovski, der bereits mit seinem preisgekrönten Kurzfilm "Sticker" im Jahr 2019 internationale Aufmerksamkeit erregte, zeichnet in seinem 99 Minuten langen Spielfilm das Bild jugendlicher Rebellion in Zeiten von Social Media. Mit einer gelungenen Mischung aus Feingefühl, schwarzem Humor und Respekt vor den Figuren erzählt der Film von zwei Außenseitern auf der Suche nach ihrem Platz in einer stark von Konformität geprägten Gesellschaft.Der Film feierte bereits auf zahlreichen internationalen Filmfestivals große Erfolge. Auf dem angesehenen Sundance Film Festival wurde das Werk sowohl mit dem Publikumspreis als auch mit dem "Creative Vision" Jurypreis prämiert. Weitere Publikumspreise folgten unter anderem in Seattle, Sarajevo, Los Angeles, Inverness und beim Internationalen Filmfestival Braunschweig. Beim Seville European Film Festival wurde "DJ Ahmet" zudem mit dem Großen Preis der Jury geehrt, während Hauptdarsteller Arif Jakup die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller erhielt. Neben Jakup stehen unter anderem Agush Agushev und Dora Akan Zlatanova vor der Kamera.
Auch die Fachpresse zeigte sich voll des Lobes. So bezeichnete die Kultursendung 3Sat Kulturzeit das Werk als
feinen Film über Tradition, die erste Liebe und die befreiende Kraft der Musik


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