Eine Line aus "Dog Day Afternoon" als Ausgangspunkt
Der Titel "Howard Johnson's" hat seinen Ursprung in einem Schreibworkshop, den Kilguss bei der Performance-Künstlerin Karen Finley besuchte. Der Kurs war vom Film "Dog Day Afternoon" sowie vom Thema Hunde inspiriert, zwei Bereiche, die für Kilguss privat eine besondere Bedeutung bekamen. Wie sie selbst erzählt, blieb ihr eine Filmszene im Kopf, in der Al Pacino seiner Geliebten verspricht, für sie ein Flugzeug nach Algerien zu chartern, weil es dort angeblich ein Howard Johnson's gebe.Im Film spricht Al Pacino mit seiner Geliebten darüber, was er alles tun würde, um seine Liebe zu beweisen, und sagt sinngemäß: 'Ich charter ein Flugzeug nach Algerien. Dort gibt es ein Howard Johnson's.' Das blieb mir im Kopf, weil es so absurd war - und weil mein Vater Howard einen Monat zuvor gestorben war. Der Song ist also eine Hommage an meinen Vater, Howard Kilguss, und gleichzeitig von 'Dog Day Afternoon' inspiriert. Mein Vater hatte eine tiefe Verbindung zu Hunden, deshalb erschien es mir umso passender, dieses Lied für ihn zu schreiben.
Kilguss war lange Zeit auch als Schauspielerin aktiv, unter anderem an der Seite von Daniel Day-Lewis und Winona Ryder in "The Crucible" sowie in einer von Sir Peter Hall inszenierten Bühnenfassung von "As You Like It". Den Fokus auf die Musik legte sie, nachdem sie mit Marianne Faithfull und Mary Margaret O'Hara im Tom-Waits/William-Burroughs-Musical "The Black Rider" zusammengearbeitet hatte. Live zu erleben ist sie am 23. September in New York im 11th Street Bar sowie am 5. November bei ihrer Record-Release-Show im Berlin Under A, gemeinsam mit Life in a Blender und Charlie Nieland.
Tracklist: "They Have A Howard Johnson's There"
- Howard Johnson's
- St. Teresa In Ecstasy
- Fool's Fight
- Chasing Down A Ghost
- Lost Causes
- Jesus Was A Cross Maker (Judee-Sill-Cover)
The Quality of Mercury: Liebesgeschichte im All
Aus Pennsylvania meldet sich derweil The Quality of Mercury zurück, das Soloprojekt von Jeremiah Rouse. Nach seinem letzten Album "Transmission" von 2016 hat er sich neun Jahre Zeit gelassen, ehe nun mit "Ganymede" die erste Auskopplung aus dem kommenden Album "The Voyager" erscheint, das am 24. Oktober veröffentlicht wird. Musikalisch verbindet der Song space-rockige Atmosphäre mit eingängigem Indie-Rock und reiht sich thematisch in Rouses Vorliebe für kosmische Bildwelten ein.Inhaltlich erzählt "Ganymede" von zwei Liebenden, die sich auf einer Raumstation in der Jupiter-Umlaufbahn begegnen, ehe die Beziehung an der Kälte des titelgebenden Jupitermonds zerbricht. Rouse beschreibt den Song als bewusst filmisch angelegt:
"Ganymede" ist eine Liebesgeschichte im Gewand der Science-Fiction. Sie erzählt von zwei Menschen, die sich auf einer Raumstation in der goldenen Atmosphäre des Jupiter begegnen und ineinander verlieben - einem Ort voller Wärme, Staunen und Möglichkeiten. Er ist vorsichtig, sie furchtlos, und er folgt ihr, angezogen von der Schwerkraft ihres Wesens. Doch als sie ihn überredet, den kalten, sterilen Mond Ganymed zu erkunden, beginnt die Wärme zwischen ihnen zu schwinden. In der Isolation und Kälte zerbricht die Beziehung, bis sie ihn schließlich verlässt und allein am Rand einer Luftschleuse zurücklässt.
Tracklist: "The Voyager"
- Moonrise
- Radiate
- Ganymede
- Heaven's Gate
- Desperate Measures
- Receiving Hertz
- Selenite
- The Voyager


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