Ein Blick auf die neue Single und die Produktion
Mit der ersten Auskopplung „Empath“ liefern Russian Circles einen vielseitigen Vorgeschmack auf das kommende Album. Der Song verarbeitet unterschiedliche klangliche Einflüsse und vereint in unter fünf Minuten Spieldauer verschiedene Facetten extremer Musik. Das Stück eröffnet mit einem von Godflesh inspirierten Bass-Sound sowie sirenenartigen Drones, bevor es in von Thrash Metal geprägte Gitarrenpassagen, Black-Metal-Elemente und D-Beat-Rhythmen übergeht. Ein prägnanter Hardcore-Breakdown sowie ein düsteres War-Metal-Schlussriff runden die Single ab. Das dazugehörige Video entstand unter der Regie von Madeline Hampton.Für die Aufnahmen von „Nine“ griff die Band erneut auf vertraute Umgebungen und bewährte Weggefährten zurück. Wie schon bei den Vorgängeralben „Blood Year“ (2019) und „Gnosis“ (2022) arbeiteten die Musiker eng mit dem renommierten Toningenieur Kurt Ballou zusammen, der unter anderem durch seine Produktionen für Converge, Mastodon und High on Fire bekannt ist. Die Grundaufnahmen entstanden in den Electrical Audio Studios in Chicago, in denen die Formation bereits seit ihrem Debütalbum „Enter“ aus dem Jahr 2006 regelmäßig aufnimmt. Die abschließenden Mischungen und Feinheiten wurden in Ballous GodCity Studio in Salem, Massachusetts, ausgearbeitet. Die Partnerschaft mit Ballou besteht bereits seit dem 2016 erschienenen Werk „Guidance“.
Kreativer Prozess trotz geografischer Distanz
Obwohl die drei Bandmitglieder mittlerweile an unterschiedlichen Orten in den USA leben – Gitarrist Mike Sullivan in Los Angeles, Schlagzeuger Dave Turncrantz in Chicago und Bassist beziehungsweise Keyboarder Brian Cook auf Vashon Island bei Seattle –, finden ihre kreativen Wege auf „Nine“ wieder zusammen. Die sieben Stücke des Albums verarbeiten Einflüsse, die von den klassischen Touch-&-Go-Bands des Mittleren Westens über Prog-Rock der 1960er- und 1970er-Jahre bis hin zu krautrockigen Grooves und extremem Underground-Metal reichen.Die Band beschreibt die Entstehung des Albums als wichtigen gemeinschaftlichen Prozess:
Die Musik, die wir machen, ist ein kollektiver Prozess der Versöhnung, Orientierung und Reflexion über das Älterwerden – sowohl als Individuen als auch als kreative Einheit. Das Leben hat reale Distanzen zwischen uns geschaffen, aber die Band bleibt unser Mittelpunkt. Diese Zusammenarbeit hilft uns dabei, den Lauf der Zeit festzuhalten und gleichzeitig nach vorne zu blicken.
Tracklist
- Borehole
- Empath
- Eluvial
- E2
- Meridian
- Arletta
- Seventh Seal

