Ein organischer Wandel von Wut zu Reflexion
Nach dem Erfolg des Vorgängeralbums „Aion“ aus dem Jahr 2023 stellte sich für das Stuttgarter Quartett die Frage, in welche Richtung sich ihr Sound entwickeln sollte. Die Grundidee für das vierte Studioalbum entstand rasch: Die Band wollte einen deutlich melodischeren Weg einschlagen, ohne dabei ihre charakteristische Atmosphäre aufzugeben. Alles Weitere überließen die Musiker weitgehend dem kreativen Prozess und dem Zufall.Um diese Spontaneität auch in den Aufnahmen einzufangen, wählte die Band eine ungewöhnliche Vorgehensweise: Jeden zweiten Song auf „In Between Strides“ spielten die Musiker an unterschiedlichen Orten ein, die ihnen während der Entstehungsphase spontan zur Verfügung standen. Die Locations reichten von einem hallenden Kellergewölbe über eine echte Konzertbühne und einen Innenbalkon bis hin zum heimischen Wohnzimmer und dem vertrauten Proberaum. Sogar eine Rückkehr in das Studio, in dem 2017 ihr Erstlingswerk „Medicine“ aufgenommen wurde, gehörte zu diesem Experiment.
Durch diese dynamische Methode wandelte sich das Klangbild spürbar. Stylistisch und texturell bewegen sich Bees Made Honey in the Vein Tree auf dem neuen Album weg von reinem Ambient und Drone hin zu verstärkten Shoegaze-Einflüssen und akustischen Passagen. Das Gesamtergebnis beschreibt den Wandel von ursprünglicher Wut hin zu reflektierter Tiefe: Jeder Track auf der Platte steht für eine andere Facette des musikalischen Repertoires der Band.
Eine Dekade gemeinsame Bandgeschichte
Die Wurzeln von Bees Made Honey in the Vein Tree reichen weit zurück. Die vier Bandmitglieder wuchsen gemeinsam in Stuttgart auf und gründeten das Projekt schließlich im Jahr 2014. Bereits mit ihrem 2017 veröffentlichten Debütalbum „Medicine“ legten sie den Grundstein für ihren eigenständigen Mix aus Ambient Psychedelic Doom, Post-Rock und atmosphärischen Experimenten.Mit „In Between Strides“ führen sie diesen Weg konsequent fort und erweitern ihr Spektrum. Wer Musik im Stil von Post-Rock- und Shoegaze-Größen wie Godspeed You! Black Emperor, Russian Circles, Year Of No Light, My Bloody Valentine, Slowdive oder Mogwai schätzt, dürfte bei den neuen Stücken voll auf seine Kosten kommen.
Das Album beinhaltet insgesamt fünf Tracks, die den Hörer auf eine atmosphärische Reise mitnehmen.
Tracklist
- Departure
- Respite
- Clutching at Straws
- Elisa
- Return, Precipice

