Zwei Versionen und prominente Animationskunst
Für die Umsetzung hat sich die Band mit dem renommierten US-Animationsstudio Titmouse Productions zusammengetan, das in der Branche für seine detailreiche Arbeit bekannt ist. Das Ergebnis erscheint in zwei unterschiedlichen Formaten: Einerseits gibt es eine knackige, dreiminütige „Animated Music Feelm Version“, andererseits eine zehnminütige „Extended Feelm Version“. Letztere nimmt sich deutlich mehr Zeit, um eine ausführliche Vorgeschichte zu erzählen und den erzählerischen Bogen spürbar zu spannen. In den Hauptrollen agieren die Zwillingsschwestern Rachael Rae Robertson und Rebecca Robertson. Sie verkörpern zwei heroische Figuren, die dem Antagonisten mithilfe übernatürlicher Kräfte das Handwerk legen und dabei fünf Geister beschwören, die dem Übeltäter umgehend das verdiente Karma einbringen.Regie bei dem aufwendigen Projekt führten Hollye Bynum, Sam Owens und Bandmitglied David Roush gemeinsam. Für die Band bedeutet diese Neuinterpretation weit mehr als nur eine spielerische Fingerübung. Vielmehr fungiert das Projekt als bewusstes Bindeglied zwischen dem bisherigen Schaffen und den kommenden musikalischen Schritten. Ecce Shnak, deren Name übrigens „Eh-kay sh-knock“ ausgesprochen wird, blicken auf eine bewegte und äußerst produktive Schaffensphase zurück, die das Fundament für deine kommenden musikalischen Entdeckungen legt.
Ein produktives Jahr voller Höhepunkte
Wenn du die Band in den vergangenen Monaten verfolgt hast, dürftest du voll auf deine Kosten gekommen sein. Im Frühjahr veröffentlichte die Gruppe die EP „Shadows Grow Fangs“. Die Produktion dieses Werks liest sich wie das Who-is-Who der US-Indie- und Rockszene: Aufgenommen wurde das Material von Jeff Lucci, während Nicholas Vernhes – bekannt für seine Arbeit mit etablierten Acts wie Animal Collective und Deerhunter – den Mix übernahm. Für das Mastering zeigte sich schließlich der Grammy-prämierten Toningenieur Joe LaPorta verantwortlich, der zuvor bereits mit Musikgrößen wie David Bowie und den Foo Fighters zusammengearbeitet hat. Im Anschluss folgten die Live-EP „Backroom Sessions“ sowie zwei clubtaugliche Remixe, bei denen die DJs Eskei83 und Madison Mars Hand anlegten.Darüber hinaus konnte die Band, die sich aus David Roush (Komposition, Bass, Gesang), Bella Komodromos (Gesang), Chris Krasnow, Gannon Ferrell (beide Gitarre) und Henry Buchanan-Vaughn (Schlagzeug) zusammensetzt, wertvolle Live-Erfahrungen auf einer US-Tournee als Support von Spacehog und EMF sammeln. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit waren Ecce Shnak zudem auf EMFs Single „LGBTQ+ Lover“ zu hören. Mit der Neuauflage von „Katy's Wart“ schlägt die Formation nun direkt die Brücke zu ihrem kommenden Studioalbum. Die Platte trägt den Titel „Dandy Variances“, soll noch im Laufe dieses Jahres über Records Man Records erscheinen und dürfte Fans der unkonventionellen Klänge begeistern.
Musikalisch lässt sich die Gruppe ohnehin schwer in eine Schublade stecken. Kritikerinnen und Kritiker beschreiben ihren Sound immer wieder als eine facettenreiche Mischung aus mathematisch-verschachteltem Rock, einem wuchtigen Metal-Fundament und progressiven Punk-Anleihen, die stets von einer gewissen Pop-Eingängigkeit und klassischer Eleganz durchzogen sind. Die neue Version von „Katy's Wart“ ist ab sofort auf gängigen Streaming-Plattformen verfügbar und bietet einen spannenden Vorgeschmack darauf, was von dieser kreativen Truppe in Zukunft noch zu erwarten ist.



Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!