PJ Harveys Blick in den Weltraum
Die Entstehungsgeschichte der neuen Single „Voyager“ ist eng mit der Wissenschaft und dem Weltall verknüpft. Das Stück entwickelte sich ursprünglich im Rahmen der Arbeiten an Harveys nächstem Studioalbum. Als der Astrophysiker Professor Brian Cox bei ihr anfragte, ob sie ein Werk für seine „Emergence“-Tour beisteuern könne, nahm das Projekt konkrete Formen an. Harvey schickte Cox eine erste Sprachnotiz des Songs, woraufhin dieser direkt die Verbindung zu den berühmten Raumsonden Voyager 1 und 2 zog.Aufgenommen wurde der Track gemeinsam mit einem vollständigen Orchester in den Miraval Studios in der Provence. Musikalisch verbindet „Voyager“ anschwellende Streicherarrangements mit pulsierenden Synthesizer-Klängen. Inhaltlich setzt sich die Künstlerin mit der menschlichen Existenz und unserem Platz im Universum auseinander – inspiriert von Carl Sagans berühmter Beschreibung unseres „blassblauen Punkts“ im All.
Ich freute mich auf die Herausforderung, ein Lied aus der ‚Perspektive‘ von Voyager 2 zu komponieren. Die Raumsonde und ihre Reise faszinieren mich schon lange, und ich fragte mich: Was würde sie uns wohl sagen, wenn sie könnte? Dieser Ansatz lieferte mir die nötige Inspiration für die Entwicklung des Songs.
Das People-Festival im Funkhaus Berlin
Neben den musikalischen Neuigkeiten von PJ Harvey gibt es auch spannende Ankündigungen für Live-Musik-Fans. Vom 4. bis 11. Oktober 2026 kehrt das People-Festival wieder ins Berliner Funkhaus an der Spree zurück. Das Event wurde unter anderem von Justin Vernon (Bon Iver), den Brüdern Aaron und Bryce Dessner (The National) sowie den Betreibern des Berliner Michelberger Hotels ins Leben gerufen und unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Musikveranstaltungen.Das Konzept verzichtet bewusst auf ein fest angekündigtes Line-up, starre Hierarchien und kommerzielles Sponsoring. Stattdessen setzt die Veranstaltung voll auf künstlerische Freiheit und spontaneous Kollaborationen. Die Festivalwoche gliedert sich in zwei Abschnitte: Während der sogenannten Labor-Woche vom 4. bis 9. Oktober kommen rund 180 internationale Künstlerinnen und Künstler zusammen. In etwa 40 Studios erarbeiten sie spontan neue Stücke, testen unkonventionelle Genreschnitte und proben gemeinsam.
Exklusive Live-Momente für 5.000 Gäste
Am eigentlichen Festival-Wochenende vom 10. bis 11. Oktober öffnen sich schließlich die Türen für rund 5.000 Gäste. Auf insgesamt elf Bühnen bekommst du dann das direkte Ergebnis dieser Probephase zu hören: Geplant sind über 200 Premieren und Auftritte in oft einmaligen Konstellationen. Viele der dort präsentierten Songs entstehen exklusiv für diesen Anlass und werden später nicht mehr live aufgeführt.Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf fließen zu 100 Prozent in die Kostendeckung des Projekts. Zu den ersten angekündigten Mitwirkenden gehören unter anderem Aaron Dessner, Cillian Murphy, Damien Rice, Erlend Øye, Henning May, Kurt Wagner, Nick Zinner und Owen Pallett. Der Vorverkauf startet am 24. Juni über die offizielle Website des Festivals.


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