Ein Blick hinter die Kulissen und die Symbolik von Pylon
Der Albumtitel „Pylon“ entstammt den riesigen Strommasten, die Laus auf ihren ausgedehnten Welttourneen immer wieder am Straßenrand sah. In einer Phase extremer Entfremdung und Isolation dienten ihr diese hoch aufragenden Konstruktionen als seltsamer Anker und Erinnerung an ihr Zuhause sowie an ihre Familie. Gleichzeitig steht das Symbol für die wiederkehrenden Ängste der Mitte zwanzig: Die Sorge vor Stagnation und die Frage, ob das Leben am Ende bloß aus einer endlosen Abfolge identischer Etappen auf der Straße besteht.Musikalisch schlägt Beabadoobee auf den insgesamt 14 neuen Tracks einen kantigeren und spürbar roheren Ton an als auf ihren vorherigen Veröffentlichungen. Starke Wellen aus Verzerrung und wuchtige Gitarrenriffs spiegeln das Knistern wider, das man hört, wenn man direkt unter einer Hochspannungsleitung entlanggeht. Die Künstlerin verarbeitet dabei Einflüsse aus dem klassischen Grunge der 90er-Jahre, dem Midwest-Emo und dem Radio-Rock jener Ära. Mit der Veröffentlichung der ersten Single „Sun Has Set“ gibt es bereits einen ersten Vorgeschmack auf das neue Werk. Begleitet von einem eindrucksvollen Musikvideo aus der Ich-Perspektive – inszeniert von ihrem Partner Jake Erland – entpuppt sich das Stück als schonungsloser, musikalisch verpackter Tagebucheintrag.
Viele der Songs auf diesem Album sind Dinge, die ich gerne jemandem gesagt hätte. Dieser Song hat diese kleinliche Engstirnigkeit – es ist so: Ich hasse dich. Du wirst hierbleiben und dir anhören, wie sehr ich dich hasse. Weil ich das nie sagen durfte.
Hochkarätige Gastbeiträge und weltweite Arena-Tournee
Für die Arbeit an „Pylon“ konnte Beabadoobee einige hochkarätige Wegbegleiter und persönliche Vorbilder gewinnen. Auf dem Track „Nothing to Prove“ ist Hayley Williams zu hören, während Turnstile-Sänger Brendan Yates der Nummer „Powerlines“ seine markante Stimme leiht. Zudem wirkten Evan Stephens Hall von Pinegrove, Chino Moreno von den Deftones sowie Shane Moran von Title Fight an den Aufnahmen mit. Der Song „Write Me A Letter“ wurde wiederum von ihren langjährigen Freunden Matty Healy und George Daniel von The 1975 produziert.Passend zum neuen Sound geht die Londoner Künstlerin im Herbst auf ihre bislang größte Tournee. Die „Powerlines Tour“ führt sie ab dem 1. Oktober erstmals durch große Arenen in Nordamerika, Großbritannien und Europa – darunter namhafte Spielstätten wie der Madison Square Garden in New York oder die O2 Arena in London. Auch zwei Termine in Deutschland stehen auf dem Programm: Am 6. Dezember macht die Tour im Berliner Tempodrom Halt, gefolgt von einer Show am 7. Dezember in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf. Im europäischen Vorprogramm wird dabei Violet Grohl zu sehen sein. Der exklusive Presale startet am 30. Juni, während der reguläre Ticketverkauf am 2. Juli beginnt.


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