Eine langjährige Freundschaft und neue Impulse
Die Kollaboration zwischen Eastgate und Ridha kommt nicht von ungefähr, denn die beiden Künstler verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Schon seit den Tagen von Eastgates früherer Formation Late of the Pier, als beide noch Teenager waren, kennen und schätzen sie sich. Diese langjährige Vertrautheit bildet das Fundament für "Into the Sky" und ermöglichte einen kollaborativen Prozess, der dem typischen Sound von La Priest eine frische, cluborientierte Dynamik verleiht.Wer den Werdegang von La Priest verfolgt hat, kennt seine bisherigen Veröffentlichungen "Inji", "Gene" und "Fase Luna". Dieses Album-Trio funktionierte wie ein zusammenhängendes, eigensinniges Klanguniversum, das dem Publikum oft mehr Rätsel aufgab als Antworten lieferte. Während diese Werke vor allem den Verstand forderten, schlägt Eastgate nun eine deutlich physischere Richtung ein. Er selbst bringt die Wandlung treffend auf den Punkt: Früher habe er Musik für den Kopf gemacht, nun soll der gesamte Körper von den Rhythmen erfasst werden. Das Ergebnis ist ein echtes Tanzalbum, das dennoch unverwechselbar nach La Priest klingt.
Reduktion auf das Wesentliche: Instrumente mit Geschichte
Trotz des stäkeren Schielens auf die Tanzfläche bleibt Eastgate seiner Philosophie als kompromissloser Klanghandwerker treu. Anstatt auf moderne Software-Bibliotheken oder überladenes Equipment zu setzen, wählte er für die Aufnahmen ein extrem reduziertes Instrumentarium. Das gesamte Album basiert auf einer einzigen Drummachine und lediglich einem Synthesizer – dem Korg 800 DV. Dieses spezifische Modell besitzt für den Musiker eine besondere Bedeutung: Er hatte es bereits für sein Debütalbum "Inji" verwendet, später jedoch schweren Herzens verkauft. Für die Arbeiten an "Into the Sky" spürte er genau diesen Synthesizer wieder auf, kaufte ihn zurück und baute darum herum die Klangwelt der neuen Songs auf.Die Wurzeln des neuen Materials reichen bis in die Zeit des ersten weltweiten Lockdowns zurück. Damals versuchte Eastgate, in seinem Heimstudio eine ganz eigene Spielart der House-Musik zu entwickeln. Als das Vorhaben jedoch immer komplexere Formen annahm, legte er das Projekt vorübergehend auf Eis. Es folgte eine Reise mit seiner Familie nach Mexiko und Costa Rica, aus der schließlich das entspannte Vorgängeralbum "Fase Luna" hervorging. Erst nach diesem Ausflug in organischere Klangwelten fühlte sich Eastgate bereit, die einst in der Schublade gelandeten Skizzen wieder hervorzuholen und zu einem vollwertigen Werk auszuarbeiten.
Erste Single und visuelle Eindrücke
Was Fans von dem kommenden Album erwarten dürfen, zeigt bereits die erste Singleauskopplung mit dem Titel "Ever No". Der Track verbindet sanft wogende Synthesizer-Wellen mit einer überraschend intimen Liebeserklärung. Das zugehörige Musikvideo entstand im malerischen Joshua Tree unter der Regie von Joe Bird Jr.Tracklist
- Rayon
- No Other
- Voices
- Breathe
- Ever No
- Can’t Get Enough
- Sailor
- Into The Sky
- Time
- Message


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!