Eine Zeitreise zwischen Honolulu, Boston und der Gegenwart
Ursprünglich in Honolulu von Dave Derby, Tryan George und Eric Masunaga aus der Taufe gehoben, fand die Formation im Jahr 1990 in Boston ihre neue Heimat. Bis 1992 stand schließlich die klassische Besetzung mit Derby am Mikrofon und Bass, Masunaga an der Gitarre, Kevin March am Schlagzeug und Joan Wasser an der Geige. In den darauffolgenden Jahren erspielte sich die Band den Ruf einer exzellenten Live-Truppe und tourte quer durch Nordamerika, Europa sowie Australien. Dabei teilten sie sich die Bühnen mit Größen wie Lush, Luna, Jeff Buckley, Weezer und Better Than Ezra. Nach drei Alben beim Label !Cuacha! folgten drei weitere Veröffentlichungen über Elektra Records. Der nun neu aufgelegte Track „Shrine“ stammt ursprünglich vom 1994 erschienenen Album „Encendedor“ und erlangte seinerzeit Kultstatus, als MTV ihn in die Liste der 100 größten Songs der Neunziger aufnahm.Nach dem 1997er-Album „Against the Stars“ wurde es jedoch ruhig um das Quartett, auch wenn die einzelnen Musiker der Branche treu blieben. Joan Wasser etwa machte sich unter dem Namen Joan As Police Woman einen Namen und arbeitete mit Legenden wie Jeff Buckley zusammen, während Kevin March unter anderem bei Guided By Voices einstieg. Für die aktuelle Wiedervereinigung stehen neben Derby und March nun auch Gitarrist Sean Eden von Luna und Geigerin Claudia Chopek auf der Bühne, die man unter anderem von Dexys oder Father John Misty kennt.
Aliens, alte Bekannte und ein runderneuertes Musikvideo
Wenn du dir den Song und das dazugehörige Video anschaust, wirst du schnell merken, dass hier viel Herzblut in die visuelle Umsetzung geflossen ist. Regisseur Bruno Corbo, der aktuell gemeinsam mit der Band an der Dokumentation „I Used to Be Different“ arbeitet, knüpft darin bewusst an das originale Video von Tryan George an. Sänger Dave Derby erläutert das kreative Konzept hinter dem Projekt wie folgt:Bruno hat dieses Video als Hommage an das Originalvideo inszeniert, das Tryan George gedreht hat. Er hat eine ausgeklügelte Hintergrundgeschichte entwickelt, die es mit dem Originalvideo verbindet. In den Jahren nach dem ersten Video, in dem wir eine rockende Band von Außerirdischen spielten, die von einer paramilitärischen Truppe brutal angegriffen wurde, haben wir jahrzehntelang im Untergrund gelebt. Durch das Ritual, Kerzen zu kaufen, um den Schrein des Rock'n'Roll zu entzünden, finden wir nun auf magische Weise wieder zueinander.
Nach ersten gelungenen Reunion-Shows im Jahr 2025 – unter anderem beim Dromfest und in New York, wo die Musiker ihr legendäres Debütalbum von 1989 in voller Länge präsentierten – wagt die Band nun den Schritt zurück auf die ganz große Live-Bühne. Im kommenden April stehen exklusive Konzerte an, was für Fans die erste Gelegenheit seit drei Jahrzehnten ist, die Formation dort live zu erleben. „Shrine 2026“ steht ab sofort auf allen gängigen Streaming-Plattformen bereit.



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