Die Aufnahmen zu den neuen Stücken fanden in einem angemieteten Keller in Portland statt. Hajek wechselte dabei flexibel zwischen akribisch geplanten Sessions und spontanen musikalischen Eingebungen, um eine dichte Atmosphäre zu erzeugen. Die Entstehung der neuen Musik war bewusst von einer Phase digitaler Abstinenz geprägt, wie der Musiker selbst erläutert:
Ich habe 'Finally Arrived' geschrieben, als ich viel über soziale Medien nachgedacht habe, von denen ich damals für viele Jahre komplett abstinent war. Wie bei vielen meiner Songs geht es eigentlich um mehrere Dinge gleichzeitig. Ein Teil spiegelt meine eigene Erfahrung mit Trauer und Beziehungsproblemen wider, und es geht auch um die Illusionen, die viele Menschen über Ruhm und den großen Durchbruch haben.
Ich glaube, der rote Faden ist eigentlich die Zerbrechlichkeit unserer Beziehungen zu anderen Menschen in unserem Leben. Ich hatte das Gefühl, dass viele Menschen andere für selbstverständlich halten und sie manchmal wie austauschbare Objekte behandeln, was ich wirklich traurig finde.
Zwischen den Stilen der Neunziger
Musikalisch verortet sich das Projekt in einer Schnittmenge aus Lo-Fi-Garage-Psych und dem klassischen Shoegaze der neunziger Jahre. Geschichtete Gesangsharmonien und ein intimer, unaufdringlicher Gesangsstil prägen den Sound, den Kritiker bereits stilistisch mit atmosphärischen Größen wie Slowdive oder Mojave 3 verglichen haben. Begleitet wird die Veröffentlichung von einem Musikvideo, bei dem die italienische Regisseurin Francesca Bonci Regie führte. Bonci arbeitete in der Vergangenheit bereits mit bekannten Acts wie The Dandy Warhols und Pete International Airport zusammen.Hinter dem ungewöhnlichen Projektnamen verbirgt sich übrigens eine sprachliche Besonderheit: Wooden Overcoat ist ein historischer amerikanischer Euphemismus für einen Sarg. Diese Wortwahl spiegelt die künstlerische Ausrichtung wider, bei der eine melancholische, leicht morbide Ästhetik auf humorvolle Nuancen trifft. Auch wenn Hajek im Studio sämtliche Instrumente eigenhändig einspielte, um den ursprünglichen DIY-Charakter zu wahren, ist das Projekt inzwischen auf der Bühne zu einer echten Band angewachsen. Neben dem Gründer gehören mittlerweile Dillon Glusker am Bass, der Gitarrist Mac sowie Brian Levin am Schlagzeug und für den Hintergrundgesang zur festen Besetzung.
Die Single „Finally Arrived“ ist bereits auf den bekannten Streaming-Plattformen verfügbar. Das vollständige Mini-Album unter dem Titel „Hello Sunbeam“ erscheint am 29. Mai. Wer die Formation live erleben möchte, hat dazu Ende Mai in Portland die Gelegenheit: Neben einem Auftritt bei einem Benefizkonzert für die Portland Immigration Rights Coalition spielt die Band im Club Swan Dive.
Tracklist
- Home
- Finally Arrived
- Heaven Right Now
- I Knew You Would


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