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Gamescom 2026: Sechs spannende Indie-Spiele aus Flandern vorgestellt

Vom Organ-Fabrikbau bis zur makabren Gesichtsdieb-Schleicherei.



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Auf der kommenden Gamescom 2026 richtet sich der Blick nicht nur auf die großen Blockbuster der Branche, sondern auch auf die kreative Szene unabhängiger Entwicklerteams. Am Stand der Indie Arena Booth in Halle 10.2 präsentiert sich in diesem Jahr eine kuratierte Auswahl von sechs flämischen Projekten, die das breite Spektrum belgischer Spieleentwicklung verdeutlichen. Die vorgestellten Titel reichen von ungewöhnlichen Aufbausimulationen über psychologische Rätselspiele bis hin zu makabren Schleichabenteuern.

Lebendige Fabriken und museumsgerechte Anomalien

Ein besonders eigenwilliger Ansatz erwartet dich bei Biofactory aus dem Hause Bioreactor Studios. In dieser Aufbausimulation errichtest du keine gewöhnlichen Fabriken aus Metall und Förderbändern, sondern ein biologisches System aus Adern, Organen und fleischigen Biomachinen. Um Rohstoffe zu fördern und zu transportieren, nutzt du pulsierende Darmelemente, während Gehirne eines Kollektivbewusstseins neue organische Baupläne freischalten. Das Verwalten von Blutkreisläufen sowie das Entsorgen von giftigen Nebenprodukten gehört ebenso zu deinen Aufgaben. Ein konkreter Erscheinungstermin für den Titel steht bislang noch nicht fest.

Einen ruhigeren, aber keineswegs alltäglichen Weg schlägt Please, Watch the Artwork von Studio Waterzooi ein. Nach den Erfolgen des Vorgängers widmet sich Entwickler Thomas Meynen im geplanten Nachfolger für das erste Quartal 2027 der nächtlichen Museumskontrolle. Deine Aufgabe besteht darin, in über 40 klassisch inspirierten Gemälden – unter anderem im Stil von Edward Hopper – Veränderungen und Anomalien aufzuspüren. Insgesamt warten über 600 unterschiedliche Abweichungen, verschiedene Schwierigkeitsgrade sowie ein entspannter Modus ohne Schockmomente auf dich.

Psychologische Zahlenrätsel und Roguelite-Aufbau

Mit Stip bringt Entwickler Sam Agten (SixtyFour) im vierten Quartal 2026 ein minimalistisches Rätselspiel an den Start, das hinter seiner schlichten Optik psychologische Elemente verbirgt. Du musst Zahlenwerte in Punktmustern anordnen und dabei verdeckte Regeln entschlüsseln. Die Puzzles sind in labyrinthartigen Räumen platziert, in denen du Hinweise sammeln und versteckte Mechaniken entdecken musst, während das Spiel dich gelegentlich mit Zahlenfakten ablenkt oder falsche Fährten legt.

Wer nach kooperativer Taktik sucht, sollte einen Blick auf We Build Below vom Studio Everheart werfen. Das für das vierte Quartal 2026 im Early Access angekündigte Spiel kombiniert Automatisierung mit Roguelite-Mechaniken und Tower-Defense-Elementen für bis zu drei Personen. Gemeinsam baut ihr eine Basis auf, während euch parasitäre Gegner angreifen, die eure eigenen Fließbänder gegen euch verwenden können. Ziel ist es, Diamanten zu fördern, um die eigene Basis dauerhaft auszubauen.

Makabre Schleichaction und Arenakämpfe

Für Fans düsterer Stoffe bietet Skinface ein ungewöhnliches Konzept. Das Entwicklerduo Adam Pype und Ties Groen erweitert sein ursprüngliches Game-Jam-Projekt zu einem vollwertigen Schleich-Horrorspiel, das im vierten Quartal 2026 erscheinen soll. Du schlüpfst in die Rolle eines gesichtslosen Auftragsmörders in einer osteuropäischen Plattenbausiedlung, der den Opfern die Gesichter stehlen muss, um das Vertrauen neuer Zielpersonen zu gewinnen. Pype konnte zuvor bereits mit Projekten wie „No Players Online“ und „Spookware“ Auszeichnungen bei den Belgian Game Awards und auf dem Busan Indie Connect gewinnen.

Abgerundet wird das flämische Line-up durch We Who Are About To Die von Aegic Entertainment. Das Gladiatoren-Rollenspiel mit physikbasierter Kampfsteuerung befindet sich bereits seit Ende 2022 im Early Access und verzeichnet auf Steam eine treue Fanbasis. Auf der Messe gibt das Team nähere Einblicke in die bevorstehenden Pläne für den Veröffentlichungsschritt zur Version 1.0.

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