Musik

Neue Alben von Roomer und Sofie Royer erscheinen im September

Das Berliner Trio und die Wiener Künstlerin koppeln neue Singles aus.



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Foto: Prissilya Junewin / Oskar Burger. Mehr zum Thema Transparenz.

Wenn du auf der Suche nach frischem Wind in deinen Wiedergabelisten bist, liefern zwei spannende Acts aus der Indie- und Pop-Szene derzeit hochkaratigen Nachschub. Sowohl das Berliner Trio Roomer als auch die in Wien lebende Künstlerin und Produzentin Sofie Royer haben neue Singles veröffentlicht und geben damit zeitgleich Ausblicke auf ihre jeweils im September erscheinenden Alben.

Experimenteller Dream-Rock: Roomer stellen „Good On My Own“ vor

Das Berliner Shoegaze- und Dream-Rock-Trio Roomer gewährt mit der Single „Good On My Own“ einen weiteren Einblick in sein kommendes, zweites Album „Staircase Made of Rope“, das am 18. September auf Schallplatte und als digitaler Download erscheint. In dem Song geht es inhaltlich um das Entwachsen aus Situationen, die früher einmal Sicherheit geboten haben, sowie um Momente der Selbsterkenntnis und des Neuanfangs.

Musikalisch geht die Band diesmal neue Wege. Während das im vergangenen Jahr veröffentlichte Debütalbum „Leaving It All to Chance“ noch stark von eingespielten Live-Arrangements geprägt war, entstand das neue Material überwiegend spontan. First Takes und freie Improvisationen bildeten das Fundament der Aufnahmen. Einen Großteil des Werks spielte die Gruppe gemeinsam mit dem Squama-Mitbegründer Martin Brugger in dessen Münchner Studio ein. Ergänzt wurde der Sound durch unkonventionelle Aufnahmemethoden: Verfremdete E-Gitarren über Megafone und alte Diktiergeräte gehören ebenso zum Klangbild wie Schlagzeugaufnahmen in einem betonierten Treppenhaus oder Aufnahmen im elterlichen Wohnzimmer.

Hinter Roomer stehen drei Musiker mit vielseitigen Hintergründen. Ronja Schößler veröffentlicht Neo-Folk-Platten auf dem Label Unguarded, Gitarrist Luka Aron wurde mit seinen avantgardistischen Kompositionen für die Biennale 2025 in Venedig ausgewählt und Schlagzeuger Ludwig Wandinger brachte zuletzt ein Soloalbum auf Caterina Barbieris Elektronik-Label light years heraus.

Ab August 2026 geht das Trio auf eine ausgedehnte Europa-Tournee. Unter anderem stehen Konzerte in Leipzig, Dresden, Hamburg beim Reeperbahn Festival, Berlin, München sowie Auftritte in Paris, Amsterdam und London auf dem Programm.

Sofie Royer erkundet Muster und Zwänge auf „before/after“

Auch Sofie Royer hat mit „Opium“ eine neue Auskopplung vorgelegt. Ihr viertes Studioalbum „before/after“ folgt am 4. September über das Label Stones Throw. Die am Konservatorium in Wien ausgebildete Geigerin und Produzentin behandelt darauf das Thema innerer Konflikte und persönlicher Verhaltensmuster.
Je älter man wird, desto bewusster werden einem bestimmte Verhaltensmuster. Man fragt sich also: Was muss passieren, damit ich aufhöre, immer wieder dieselben Dinge zu tun? Doch dann ertappt man sich dabei, wie man sich doch wieder genauso verhält.
Sofie Royer
Der Song „Opium“ entstand spontan zu Hause an einem umgestimmten Bass. Musikalisch ließ sich Royer von den Schlagzeug-Patterns der Band The Cribs inspirieren, während der Text Suchtverhalten und Anziehungskraft thematisiert.
Ich hatte viel Musik der Band The Cribs gehört und war fasziniert von ihren Drum-Patterns, die mich bei diesem Song stark beeinflusst haben. Was den Text angeht ... es ist eine ziemlich offensichtliche Metapher; es ist zwar nicht meine persönliche Droge der Wahl, aber im Iran der Vorrevolutionszeit war es definitiv die meines Großvaters.
Sofie Royer
Für die Produktion des Albums arbeitete Royer mit namhaften Pop-Produzenten wie Matt Cohn, Jorgen Odegard und Eli Hirsch zusammen. Das Werk zeigt eine Weiterentwicklung ihres vielschichtigen Songwritings, das Referenzen an Falco, David Lynch oder Rainer Werner Fassbinder aufgreift. Die britische Zeitung The Guardian bezeichnete die Künstlerin treffend als
einer der verblüffendsten, übersehenen Popstars Europas
. Im Herbst 2026 folgt eine Tournee durch Europa und Großbritannien.

Tracklist

  1. Leave on the light
  2. Cowboy Mouth
  3. Sesquicentennial
  4. Cavalier
  5. Actress
  6. AUTO
  7. C’est la d
  8. Sold out the jazz club
  9. Opium
  10. Nights in white jackets
  11. Best in Show
  12. Keep on keeping on

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