Hypnotischer Krautrock-Groove und dystopische Visuals
Musikalisch schlägt „Game“ eine minimalistische und zugleich hypnotische Richtung ein. Der Song basiert auf einem repetitiven Bassriff, das sich kontinuierlich aufbaut und eine fast schon meditative Atmosphäre erzeugt. Inspiriert von den motorischen Rhythmen klassischer Krautrock-Pioniere wie Can, setzt Jonathan Bree auf eine reduzierte Instrumentierung und eine entspannte Gesangsdarbietung, wodurch der mechanische Groove ganz im Mittelpunkt steht.Passend zur verruchten Sinnlichkeit des Tracks liefert das dazugehörige Musikvideo eine visuell einprägsame Ästhetik. Unter der Choreografie seiner langjährigen Wegbegleiterin Rebecca Stitt zeigt das Video eine pinkhaarige, maskierte Tänzerin, die in vielfacher Klonform eine synchrone Tanzdarbietung ausführt. Das visuelle Konzept bewegt sich zwischen klassischer Showtanz-Formation und einer futuristischen, an den Film Blade Runner erinnernden Ästhetik.
Ein Doppelalbum voller Kontraste und namhafter Kollaborationen
Nach den bereits veröffentlichten Titeln „Live To Dance“, „Savour My Love“ und „Part Time Lover“ rundet „Game“ das musikalische Bild des kommenden Werks ab. „Don’t Call It Love“ verspricht das bislang ambitionierteste und umfangreichste Projekt in Brees Karriere zu werden. Es ist nicht nur sein erstes Doppelalbum, sondern auch seine bisher gitarrenlastigste und konzeptionell kompromissloseste Arbeit.Thematisch setzt sich das Album mit emotionalen Abgründen, Sexualität und Verlangen auseinander. Klanglich erwartet dich eine Mischung aus melancholischem 80er-Jahre-Synth-Pop, Post-Punk-Einflüssen im Stile von New Order oder Siouxsie & the Banshees sowie orchestralen Arrangements, die Erinnerungen an den französischen Filmkomponisten François de Roubaix wachrufen. Dennoch bleibt der für den Neuseeländer typische, tiefe Baritongesang das zentrale Element.
Zudem besticht das Werk durch eine Reihe internationaler Gastkünstlerinnen. So ist die neuseeländische Musikerin Princess Chelsea gleich auf mehreren Titeln vertreten. Rachel Clarke verleiht der Art-Pop-Single „Savour My Love“ eine besondere Dynamik, während die französische Künstlerin Eloïse Labarbe-Lafon auf „Chameleon“ Akzente setzt, die an den Chanson-Stil von Jane Birkin erinnern. Im Titeltrack „Don’t Call It Love“ übernimmt die französische Schauspielerin und Musikerin Adah Dylan den Leadgesang.
Dass Jonathan Bree mit diesem Werk keine Kompromisse eingehen möchte, macht er selbst deutlich:
Als ich meiner Mutter davon erzählte, schlug ich ihr vor, dieses Album vielleicht lieber auszulassen.
Tracklist
- Disappear
- Chameleon (feat. Eloïse Labarbe-Lafon)
- Game
- Cloak and Dagger
- Confidant
- Honey
- Live To Dance (feat. Princess Chelsea)
- Medicine
- This is Me
- Part Time Lover (feat. Princess Chelsea)
- Just Like An Angel
- Savour My Love (feat. Rachel Clarke)
- Gun
- Don’t Call It Love (feat. Adah Dylan)
- She Was Fun
- Slow (feat. Princess Chelsea)
- Little Miss No Name


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