Musik

Jonathan Bree: Neue Single „Game“ stimmt auf Doppelalbum ein

„Don’t Call It Love“ erscheint Ende August via Lil' Chief Records.



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Foto: Alien Wang. Mehr zum Thema Transparenz.

Der neuseeländische Musiker Jonathan Bree steht kurz vor dem Release seines sechsten Studiowerks. Mit „Game“ hat er nun den vierten und letzten Vorab-Track aus seinem kommenden Doppelalbum „Don’t Call It Love“ veröffentlicht, das am 27. August über Lil' Chief Records erscheint. Während die vorherigen Auskopplungen durch hochkarätige Gastbeiträge geprägt waren, kommt „Game“ als erste reine Solo-Single der aktuellen Promotionsphase aus und gewährt dir einen weiteren tiefen Einblick in die düstere Klangwelt der neuen Platte.

Hypnotischer Krautrock-Groove und dystopische Visuals

Musikalisch schlägt „Game“ eine minimalistische und zugleich hypnotische Richtung ein. Der Song basiert auf einem repetitiven Bassriff, das sich kontinuierlich aufbaut und eine fast schon meditative Atmosphäre erzeugt. Inspiriert von den motorischen Rhythmen klassischer Krautrock-Pioniere wie Can, setzt Jonathan Bree auf eine reduzierte Instrumentierung und eine entspannte Gesangsdarbietung, wodurch der mechanische Groove ganz im Mittelpunkt steht.

Passend zur verruchten Sinnlichkeit des Tracks liefert das dazugehörige Musikvideo eine visuell einprägsame Ästhetik. Unter der Choreografie seiner langjährigen Wegbegleiterin Rebecca Stitt zeigt das Video eine pinkhaarige, maskierte Tänzerin, die in vielfacher Klonform eine synchrone Tanzdarbietung ausführt. Das visuelle Konzept bewegt sich zwischen klassischer Showtanz-Formation und einer futuristischen, an den Film Blade Runner erinnernden Ästhetik.

Ein Doppelalbum voller Kontraste und namhafter Kollaborationen

Nach den bereits veröffentlichten Titeln „Live To Dance“, „Savour My Love“ und „Part Time Lover“ rundet „Game“ das musikalische Bild des kommenden Werks ab. „Don’t Call It Love“ verspricht das bislang ambitionierteste und umfangreichste Projekt in Brees Karriere zu werden. Es ist nicht nur sein erstes Doppelalbum, sondern auch seine bisher gitarrenlastigste und konzeptionell kompromissloseste Arbeit.

Thematisch setzt sich das Album mit emotionalen Abgründen, Sexualität und Verlangen auseinander. Klanglich erwartet dich eine Mischung aus melancholischem 80er-Jahre-Synth-Pop, Post-Punk-Einflüssen im Stile von New Order oder Siouxsie & the Banshees sowie orchestralen Arrangements, die Erinnerungen an den französischen Filmkomponisten François de Roubaix wachrufen. Dennoch bleibt der für den Neuseeländer typische, tiefe Baritongesang das zentrale Element.

Zudem besticht das Werk durch eine Reihe internationaler Gastkünstlerinnen. So ist die neuseeländische Musikerin Princess Chelsea gleich auf mehreren Titeln vertreten. Rachel Clarke verleiht der Art-Pop-Single „Savour My Love“ eine besondere Dynamik, während die französische Künstlerin Eloïse Labarbe-Lafon auf „Chameleon“ Akzente setzt, die an den Chanson-Stil von Jane Birkin erinnern. Im Titeltrack „Don’t Call It Love“ übernimmt die französische Schauspielerin und Musikerin Adah Dylan den Leadgesang.

Dass Jonathan Bree mit diesem Werk keine Kompromisse eingehen möchte, macht er selbst deutlich:
Als ich meiner Mutter davon erzählte, schlug ich ihr vor, dieses Album vielleicht lieber auszulassen.
Jonathan Bree
Besonders bekannt ist der Künstler auch für sein visuelles Auftreten: Sowohl in Musikvideos als auch auf der Bühne treten er und seine Band ausschließlich maskiert auf, umrahmt von eigens entwickelten Projektionen und performativen Tanzeinlagen.

Tracklist

  1. Disappear
  2. Chameleon (feat. Eloïse Labarbe-Lafon)
  3. Game
  4. Cloak and Dagger
  5. Confidant
  6. Honey
  7. Live To Dance (feat. Princess Chelsea)
  8. Medicine
  9. This is Me
  10. Part Time Lover (feat. Princess Chelsea)
  11. Just Like An Angel
  12. Savour My Love (feat. Rachel Clarke)
  13. Gun
  14. Don’t Call It Love (feat. Adah Dylan)
  15. She Was Fun
  16. Slow (feat. Princess Chelsea)
  17. Little Miss No Name

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