"Quinn the Adventurer" erzählt die wahre Geschichte von James Quinn, auch bekannt als Tim O'Brien: Der junge irische Katholik verließ 1920 Belfast und begab sich auf eine atemberaubende Reise durch Nord- und Südamerika. Bis 1924 hatte er es bis nach Hollywood geschafft, wo er als Statist neben Charlie Chaplin in Stummfilmen mitwirkte. Seine Geschichte nahm jedoch eine bizarre Wendung, als Zeitungen in Los Angeles über seine Verhaftung berichteten, nachdem er im Vergnügungspark Long Beach Pike eine Sammlung geschrumpfter Köpfe aus dem Amazonasgebiet ausgestellt hatte. Wegen des Diebstahls der auf 25.000 Dollar geschätzten Sammlung wegen schweren Einbruchs verurteilt, sollte Quinn eigentlich seine Strafe im Staatsgefängnis San Quentin absitzen. Stattdessen entzog er sich der Justiz, indem er auf Kaution freikam und untertauchte, um später in Panama auf dem Weg nach Havanna wieder aufzutauchen.
Geschichte und Songwriting als Zwillingsdisziplin
Crowleys markante, warme Baritonstimme verwandelt Quinns Geschichte in eine eindringliche Ballade über Abenteuerlust, Selbsterfindung und die Legende des Gesetzlosen. Der irische Musiker blickt auf mehr als zwei Jahrzehnte als gefeierter Songwriter zurück; sein jüngstes Soloalbum "Measure of Joy", produziert von John Parish, erhielt breite Anerkennung bei Kritik und Radio. Kuratiert wird das BYOH-Projekt von Dr. Richard Mc Mahon, Geschichtsdozent am Mary Immaculate College in Limerick und derzeit Gastwissenschaftler am Institute of Criminology der University of Cambridge, gemeinsam mit Dr. Niall Whelehan von der University of Strathclyde in Glasgow, der zur Geschichte des modernen Irlands und der irischen Diaspora im 19. Jahrhundert forscht. BYOH versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Band, sondern als lose Formation aus Musikerinnen und Musikern, die historisches Quellenmaterial in neue Songzyklen übersetzen.Die bereits zuvor veröffentlichte Titelnummer "From The Tombs" gibt einen Eindruck von der Bandbreite der beteiligten Gäste: Mitgewirkt haben unter anderem Bernard Butler (Suede), Fergal Lawler (The Cranberries), June Miles-Kingston (Fun Boy Three), Marcus Holdaway (The High Llamas), Ian Catt (Saint Etienne) und Terry Edwards (Madness). Es ist bereits das zweite Album der Reihe nach "My Grief on the Sea", einer Sammlung von Songs über die See, maritime Reisen und Migration von und nach Irland im 19. Jahrhundert, die Cathal Coughlan (Microdisney, Fatima Mansions), einem der angesehensten Künstler Irlands, gewidmet war und an der dieser selbst mitwirkte.
Kritikerstimmen zum Gesamtprojekt
Über "From the Tombs" schreibt das Magazin The Spill Magazine anerkennend:Marrying archival sensibility with a luminous pop instinct that never tips into sentimentality... A landmark fusion of history and songcraft.


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