Ein düsterer Schlusspunkt mit Violine
Mit "x Judgement" schlagen Balashtoth für ihre Verhältnisse ungewohnte Töne an: Das Stück ist der langsamste Song des gesamten Albums. Zwar bleibt das Fundament im Melodic Death Metal verwurzelt, doch spürt man deutlich den Einfluss von wegweisenden Doom- und Gothic-Metal-Größen wie My Dying Bride oder den frühen Anathema. Als Gastmusiker konnte Adam Toth gewonnen werden, der unter anderem durch seine Arbeit bei Kajgün, The Dethroners und Art of Dethronement bekannt ist. Er bereichert den Track mit eingespielten Bratschen-Arrangements, die dem Song eine zusätzliche emotionale Tiefe verleihen.Inhaltlich widmet sich "x Judgement" einem nachdenklichen Thema: Es geht darum, wie Menschen zu bereitwilligen Teilnehmern an ihrer eigenen Unterwerfung werden. Damit fasst das Lied auch die zentrale Idee des gesamten Albumkonzepts zusammen. "Equation II – The Antithesis of Life and Free Will" vollendet das mit früheren Veröffentlichungen eingeführte "Anti-Life Equation"-Konzept und betrachtet dieses nun aus einer deutlich persönlicheren und introspektiveren Perspektive.
Abwechslungsreicher Sound und Produktion in Eigenregie
Über insgesamt neun Tracks hinweg deckt die Platte die unterschiedlichsten Facetten des Melodic Death Metal ab. Das Spektrum reicht von der rasenden Intensität des Eröffnungstracks "+ Fear + Despair", der mit stolzen 280 BPM nach vorne prescht, über das traditioneller gehaltene "Self = Dark Side" mit starkem Old-School-Vibe bis hin zum besagten schleppenden Finale. Musikalisch richtet sich das Projekt an Fans von Bands wie At the Gates, Dimension Zero, The Haunted, Carcass oder Dismember.Hinter Balashtoth stehen zwei erfahrene Musiker: der ehemalige Casketgarden-Gitarrist Balázs Tóth und der japanische Sänger Deathmetalvoicer. Die Produktion des Albums lag zu großen Teilen in den Händen der Band selbst. Balázs Tóth hat den gesamten Mix sowie das Mastering in Eigenregie übernommen. Für die optische Gestaltung der Veröffentlichung zeichnet Péter Jakab verantwortlich, der ehemalige Sänger der ungarischen Brutal-Death-Metal-Band Depths of Depravity, welcher die Fotografien für das Cover-Artwork beisteuerte.
Das Album erschien in einer Kooperation zwischen drei verschiedenen Labels: Not-Even-Music (dem Eigenlabel von Balázs), dem ungarischen Label Metal Ör Die Records sowie Pest Records aus Rumänien. Neben den gängigen digitalen Streaming-Plattformen und Bandcamp ist das Werk auf CD erhältlich. Sammler können sich zwischen einer regulären Jewel-Case-Edition und einem auf genau 100 handnummerierte Exemplare limitierten Digipack entscheiden, das direkt über die Band bezogen werden kann.
Tracklist
- +Fear + Despair
- +Self-Worth ÷ Mockery
- x Guilt
- Love = Lies
- Life = Death
- Self = Dark Side
- n = y (instrumental)
- ÷ Misunderstanding
- x Judgement


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