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Tactical Force Review

Vom Wrestling-Ring zur Action-Leinwand: Steve Austins Karrierewechsel



Wenn Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens plötzlich in einem anderen Metier als in dem, durch das sie bekannt geworden sind auftreten, wird gerne mal die Nase gerümpft und sich gefragt, ob der- oder diejenige das überhaupt gut machen kann. Sänger, die plötzlich Schauspieler werden zum Beispiel. Oder auch andersherum. Eine recht weitverbreitete Konstellation ist aber auch folgende: Wrestler, die zu Schauspielern werden. Dabei ist dies, wenn man man kurz überlegt, gar nicht so weit hergeholt. Schauspielerisch aktiv sind sie in ihrem Sport ja auch, da muss zumindest ein bisschen schauspielerisches Talent vorhanden sein. Actionfilme bieten sich in dem Fall hervorragend an! Einer, der diesen Weg von Wrestling-Ring zum Actionfilm gegangen ist, ist Steve Austin, Träger verschiedenster Wrestling-Titel und seit über 13 Jahren auch Schauspieler. Steve Austin gehört zu denjenigen, die bewiesen haben, dass ein Spartenwechsel nicht immer schlecht sein muss, dass man auch als Wrestler einen guten Job als Schauspieler machen kann. Oft hat er zwar eher Nebenrollen eingenommen, aber auch die eine oder andere Hauptrolle hat er bereits besetzt. "Tactical Force" ist ein solches Beispiel. Aber allein seine Anwesenheit macht den Film natürlich noch längst nicht gut, da gehört einiges mehr dazu. Ob der Film also empfehlenswert ist?

Der Film startet gleich mit einer Actionsequenz: Ein Supermarkt wird überfallen, die Gangster nehmen Geiseln. Eigentlich wollen sie mit der Polizei verhandeln, doch das interessiert Tate (gespielt von Steve Austin) herzlich wenig und stürmt mit seinen drei Leuten Hunt (gespielt von Michael Jai White), Blanco (gespielt von Steve Bacic) und Jannard (gespielt von Lexa Doig) den Laden. Dabei gehen sie ohne Rücksicht auf Verluste vor und bringen die Täter zur Strecke. Doch danach gibt es mächtig Ärger, haben sie doch einen gehörigen Kollateralschaden angerichtet. So wird die Truppe also nun erstmal zu einer Strafübung geschickt, bei der sie allerdings gleich ins nächste Verbrechen schlittern...

"Tactical Force" ist eine Low Budget Produktion. Qualitativ sieht man das dem Film aber gar nicht mal an, nur die Story lässt doch ein wenig zu wünschen übrig. Ernst nehmen sollte man "Tactical Force" nicht. Schon die erste Szene mit der Geiselnahme, hat bei uns für einige Lacher gesorgt. Das fängt damit an, dass ein Gangster mit einem Luftgewehr zur Strecke gebracht wird und endet damit, dass Steve Austin heroisch seinen Helm in eine Ecke wirft und auf den vor ihn stehenden Bösewicht (der übrigens seine Waffe mehr oder weniger auf den Helden richtet) zu stürmt und ihn zu Boden reißt. Nachfolgende Prügelszene inklusive. Auch die Sprüche sind teilweise so überzogen vulgär, dass man einfach nur lachen kann.

Will sagen: Wer sich auf einen spannenden, ernst zu nehmenden Actionfilm freut, wird hier enttäuscht werden. Denn "Tactical Force" ist gespickt mit Humor und Selbstironie in einer sehr übertriebenen Art und Weise. Setzt man sich also gemeinsam mit ein paar Kumpels und ein paar Flaschen Bier vor den Fernseher, ist eine lustige Zeit sicher vorprogrammiert. Leichte Kost, nichts weltbewegendes und schon gar nicht gut. Aber dann irgendwie doch wieder... Dieser Film ist definitiv Geschmackssache!

Unser Fazit

Vom Wrestling-Ring zur Action-Leinwand: Steve Austins Karrierewechsel

Ein Actionfilm, der sich selbst nicht ernst nimmt und in vielen Punkten übertreibt. Mit einem gewissen Alkoholpegel kann man hier aber einen lustigen Abend verbringen. Möchte man einen richtig guten, ernst zu nehmenden Actionfilm sehen, wird man aber sehr enttäuscht!

Jana (Spielemagazin.de)

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