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Mother Crone – Embrace the Death Review

Underground-Metal mit klarer Vision


19.03.2026  Redaktion  88 Likes  0 Kommentare 
Mother Crone – Embrace the Death Review Bild Mother Crone – Embrace the Death Review Screenshot Mother Crone – Embrace the Death Review Foto

Mit Embrace the Death melden sich Mother Crone nach über einem Jahrzehnt eindrucksvoll zurück – und zeigen dabei eine Band, die hörbar gewachsen ist. Der Sound wirkt deutlich reifer, durchdachter und vor allem mutiger als noch auf dem Debüt. Statt sich auf eine Richtung festzulegen, verbinden die Musiker verschiedenste Einflüsse zu einem dichten, oft überraschenden Klangbild.

Zwischen Doom, Groove und Prog: Ein Sound ohne Grenzen
Die größte Stärke des Albums liegt klar in seiner Vielschichtigkeit. Doom, Stoner, Thrash und progressive Elemente greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu verdrängen. Mal schleppen sich die Songs schwer und düster dahin, dann wieder brechen aggressive Passagen hervor, die dem Album spürbar mehr Dynamik verleihen. Gerade dieser Wechsel zwischen Atmosphäre und Härte sorgt dafür, dass Embrace the Death über die gesamte Laufzeit spannend bleibt.

Tracks wie Unseen Way oder Fever Stone setzen früh ein Statement: massive Riffs treffen auf grungige Untertöne und erzeugen eine dichte, fast greifbare Stimmung. Immer wieder blitzen dabei Einflüsse aus dem Seattle-Sound durch, die dem Ganzen eine zusätzliche Tiefe verleihen. Gleichzeitig bleibt die Band fest im Heavy- und Doom-Bereich verankert, ohne sich darin zu verlieren.

Epische Tracks mit düsterer Intensität
Mit dem Titeltrack Embrace the Death und dem epischen Inner Keep zeigen Mother Crone ihre stärkste Seite: lange, ausladende Kompositionen, die sich langsam aufbauen und ihre Wirkung vor allem durch Atmosphäre entfalten. Hier gelingt es der Band besonders gut, die verschiedenen stilistischen Elemente zu einem stimmigen Gesamtbild zu verbinden.

Die Produktion unterstreicht diesen Ansatz. Der Sound ist bewusst roh gehalten, fast schon wie eine Live-Aufnahme, was der Musik zusätzliche Direktheit verleiht – auch wenn dadurch nicht jeder Moment perfekt ausgearbeitet wirkt.

Unser Fazit

Underground-Metal mit klarer Vision

Embrace the Death ist ein ambitioniertes, vielschichtiges Album, das vor allem durch seine Mischung aus Atmosphäre und Härte überzeugt. Mother Crone trauen sich, verschiedene Einflüsse zu verbinden und daraus etwas Eigenständiges zu formen – auch wenn nicht jede Idee vollständig zündet. Dennoch bleibt ein starkes Gesamtbild, das besonders Fans von Doom, Stoner und progressivem Metal ansprechen dürfte.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 72%

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