Filme » Reviews

Homies Review

Ein reicher Junge sucht den Kick im vermeintlich harten Ghetto-Rap.


19.03.2012  MissAperture  10 Likes  0 Kommentare 
Marvin stammt aus gutem Hause, wohnt in einer dicken Vorstadtvilla, mit Eltern, die eine Menge arbeiten und dafür auch eine Menge Kohle nach Hause bringen. Es fehlt Marvin an nichts - außer an einem kleinen Kick in seinem langweiligen Leben. Und den glaubt er zu kriegen, indem er Musik zu seinem Lebenswerk erklärt. Und Musik ist hier natürlich gleichbedeutend mit Hip Hop!

Wieso Marvin (gespielt von Jimmi Blue Ochsenknecht) nicht einfach Gitarrenunterricht nimmt und mit seinen reichen Vorstadtfreunden eine Band gründet, bleibt unklar. Stattdessen will der rebellische Bonze lieber ins Ghetto, zu den "harten Jungs", die Hip Hop machen. Aber Moment mal, so hart sind die gar nicht! Denn das, was man in der realen Welt so aus der Rapper-Szene hört, bleibt im Film "Homies" unausgesprochen.

Moral, Moral und ach ja, leb dein eigenes Leben
Wer Jimmi Blue Ochsenknecht als etwas leblosen Schauspieler schätzt - und wer keinen allzu hohen Wert auf wirklich guten Rap oder Hip Hop legt (denn den gibt es in diesem Film nicht) - der braucht nur noch eine Vorliebe für das moderne Märchen und ein niedriges Filmbudget, und schon könnte aus "Homies" der absolute Lieblingsfilm werden!

Positiv zu vermerken ist, dass das Werk absolut kindertauglich ist. Das echte Leben bleibt vor der Tür - von Gewalt oder Geschlechtsverkehr, von Schimpfwörtern oder richtigen Problemen ist hier keine Spur. Die bösen Hip Hopper verkommen zu den netten Jungs von nebenan, und Detlef D! Soost leuchtet mit seinen Moral-Erkenntnissen in einem weißen Hemd. Es wird viel getanzt, ein bisschen Sprechgesang einstudiert, und wer ganz genau hinschaut, der erkennt eine minderwertige Mischung aus "Highschool Musical" und "Cinderella" - nur eben verkehrt herum.

Insgesamt ist Homies weder qualitativ noch inhaltlich besonders zu empfehlen, doch als Familienfilm für einen Sonntagvormittag kann man hier kaum etwas falsch machen. Ernst nehmen sollte (und kann) man das Werk von Regisseur Adnan G. Köse allerdings nicht. Und das liegt nicht unbedingt nur an Jimmi Blue - auch ersetzt durch einen Zac Efron wäre hier nichts gewonnen. Schade.

Unser Fazit

Ein reicher Junge sucht den Kick im vermeintlich harten Ghetto-Rap.

Reicher Schnösel unter Rappern, die nie fluchen und keinen richtigen Hip Hop machen? Die Story ist fragwürdig - die Umsetzung auch.

MissAperture (Spielemagazin.de)

Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.

Spielemagazin-Wertung: 45%

Fehler gefunden? Melden.

Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die mit gekennzeichnet sind. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich dadurch nichts, auch nicht am Preis, aber du unterstützt damit dieses Projekt. Dieser Beitrag wurde mithilfe generativer KI erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr zum Thema Transparenz.
Werbung
Genre
Release 2012-03-15
Studio STUDIOCANAL
Publisher STUDIOCANAL
Altersfreigabe Freigegeben ab 6 Jahren
Werbung

John Wick

Jetzt bestellen!

Captain
Letzte Updates an SPIELEMAGAZIN von Captain am 19.08.2026 21:05
Captain
Letzte Updates an SPIELEMAGAZIN von Captain am 18.08.2026 20:21
Captain
Letzte Updates an SPIELEMAGAZIN von Captain am 17.08.2026 22:54
Captain
Ränge im Forum von Captain am 17.08.2026 19:43
Captain
welche konsole besitzt ihr?? von Captain am 09.02.2026 21:10