Zwischen dem Erbe der 80er und modernen Einflüssen
Wenn du dich auf die Klangwelten von Mournhold einlässt, stößt du auf eine faszinierende Mixtur aus klassischem Thrash Metal der Achtzigerjahre, atmosphärischem Black Metal und überraschenden Einsprengseln aus dem Post-Punk-Bereich. Musikalisch zieht die Band Vergleiche zu frühen Werken von Bathory und Kreator, lässt aber auch die dunklen Nuancen von Formationen wie Aura Noir oder Oranssi Pazuzu anklingen. Das Ergebnis ist eine Platte, die nicht nur durch pure Aggression punktet, sondern vor allem durch ihre scharfe und dichte Atmosphäre im Gedächtnis bleibt. Hinter diesem ambitionierten Projekt steht ein eingespieltes Line-up, das seine musikalischen Visionen konsequent umsetzt.Am Mikrofon und an den Gitarren agiert Callum John Cant, der zudem den Großteil der Texte und Kompositionen verantwortet. Unterstützt wird er von Alistair Harley am Bass und an zusätzlichen Gitarren, während Richard Codling ebenfalls für die Gitarrenarbeit zuständig ist. Komplettiert wird das feste Bandgefüge durch Schlagzeuger Alasdair Dunn. Bei den Aufnahmen holte sich die Gruppe zudem prominente Unterstützung ins Boot: Scott McLean steuerte nicht nur Keyboards und Synthesizer bei, sondern übernahm auch die Produktion, die Aufnahmen sowie den Mix.
Detaillierte Handwerkskunst aus Edinburgh
Entstanden ist das Werk zwischen Januar und Juni 2025 in den Neon Fable Studios im schottischen Edinburgh. Die akribische Studioarbeit zeigt sich in jedem Detail der Produktion. Um dem wuchtigen und zugleich differenzierten Sound den letzten Schliff zu verleihen, ging das Mastermaterial schließlich an Brad Boatright ins Studio Audiosiege. Auch optisch setzt die Band auf ein stimmiges Gesamtkonzept: Das markante Cover-Artwork sowie das Logo von Tyrannus entstammen der Feder von Fabian Van Beek, der unter dem Künstlernamen Hagiophobic bekannt ist.Eine textliche und musikalische Ausnahme auf dem Album bildet der Song „Seize the Stars“, bei dem Alistair Harley gemeinsam mit Callum John Cant als Komponist fungiert. Alle übrigen Stücke sowie sämtliche Texte entstammen vollständig der Feder von Cant. Mit dieser geschlossenen kreativen Leistung untermauert die Band ihren Anspruch, im modernen Extreme-Metal-Underground eine eigenständige und unverwechselbare Stimme zu etablieren. Das kommende Release über True Cult Records dürfte Fans härterer Klänge daher vor eine spannende Entdeckungsreise stellen.


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