Vom zerbrechlichen Bedroom-Pop zum rohen Gitarrensound
Wer den Vorgänger „Dawn of the Freak“ aus dem Jahr 2022 mochte, dürfte vom neuen Material überrascht werden. Während das Debüt in der Heimat der Band längst Kultstatus genießt und vor allem durch schwebende Synthesizer und eine fast kindliche Unschuld bestach, zeigt sich der Nachfolger von einer ungleich konfrontativeren Seite. Das Soundbild ist nun von einer spürbaren Aggression und dynamischen Brüchen geprägt. Statt verträumter Synthie-Teppiche rücken auf „Boys Cry Too“ echte Live-Drums und markante Gitarren in den Vordergrund, die dem Ganzen einen deutlich raueren, intimen und zugleich explosiven Anstrich verleihen.Frontmann Joachim Liebens blickt selbst kritisch auf seine ersten musikalischen Gehversuche zurück und beschreibt die Entwicklung mit klaren Worten.
Auf ‚Dawn Of The Freak‘ war ich noch ein Kind. Das klingt für mich fast wie Kinderreime – alles ist so zerbrechlich und kindlich, wie ein Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit.
Und jetzt bin ich voller Ängste und trete Türen ein.
Hip-Hop-Einflüsse und greifbare Emotionen
Trotz des verstärkten Einsatzes von Gitarren ließ sich Liebens während des Songwritings vor allem von Hip-Hop-Künstlern inspirieren. Insbesondere der Emo-Rapper Lil Peep diente ihm als wichtiger Orientierungspunkt für seine lyrische Arbeit. Dabei war es ihm ein zentrales Anliegen, den Texten genügend Raum zu geben, damit du dich als Hörer oder Hörerin direkt angesprochen fühlst und eigene Erfahrungen hineinspiegeln kannst.Die Texte in vielerlei Nicht-Hip-Hop-Musik versuchen, eine Auflösung zu bieten, aber es ist so viel wirkungsvoller, Zeilen zu haben, mit denen sich die Leute sofort identifizieren können.
Erfolgreiche Liveshows und kommende Termine
Bevor das Album im Mai erscheint, blickt die Formation auf eine intensive Live-Phase zurück. Große Teile ihrer UK- und Europa-Tournee sind bereits absolviert, gekrönt von vier ausverkauften Heimkonzerten im traditionsreichen Cirque Royal in Brüssel. Im Rahmen dieser Tour steht ihnen Max Fry als Support-Act zur Seite. Auch im weiteren Jahresverlauf reihen sich zahlreiche Festivalauftritte ein, die den Status der Belgier als mitreißende Live-Band zementieren. So zieht es das Publikum im Frühjahr und Sommer unter anderem zum Festival Le Printemps de Bourges, zum Branchen-Showcase The Great Escape sowie zu den europäischen Hochkarätern Pinkpop und Rock Werchter.Tracklist
- in my head
- castlevania
- deathwish
- emo song
- wake up
- hurt
- murder me
- falling to pieces
- i hear voices
- forget me
- ghost girl


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