Dreckige Riffs und unberechenbare Härte
In Sachen Songwriting setzen Normal American auf eine überaus intensive und ungezähmte Ausrichtung. Die vier Tracks der neuen Veröffentlichung verzichten konsequent auf jeglichen Schnörkel oder Füllmaterial. Stattdessen konzentriert sich die Band auf hektische Rhythmen, dissonante Riffstrukturen und bösartige Grooves, die den musikalischen Ausbrüchen die nötige Durchschlagskraft verleihen. Wer auf unberechenbaren, harten Sound steht, bekommt hier volle Kante geboten, ohne dass wertvolle Zeit mit langen Intros oder sanften Passagen verschwendet wird.Die klangliche Ausrichtung erinnert dabei an bekannte und etablierte Größen des extremen Genres. Wer Bands wie Converge, Botch, The Dillinger Escape Plan oder Every Time I Die schätzt, dürfte bei den verqueren Takten und scharfkantigen Gitarrenläufen von Normal American voll auf seine Kosten kommen. Auch Einflüsse aus dem Umfeld von KEN mode, Full Of Hell, Trap Them, Dead Kiwis oder Fear Before The March Of Flames lassen sich in den hochenergetischen Arrangements mühelos wiederfinden. Trotz der teils sperrigen und sprunghaften Strukturen verliert die Formation dabei nie den roten Faden oder das nötige Quäntchen Dynamik.
Produktion und Besetzung
Aufgenommen wurden die vier Songs der EP im Tonstudio International House of Hits unter der fachkundigen Regie von Travis Kammeyer. Die Produktion fängt den rohen, ungeschliffenen Charakter der Band authentisch ein und verleiht dem chaotischen Grundton ein direktes, enorm druckvolles Klangbild, das die Energie der Live-Auftritte perfekt transportiert.Hinter dem brachialen Sound von Normal American steht ein aufeinander eingespieltes vierköpfiges Gespann: Sänger Nick Willis verleiht den Stücken mit seinen aggressiven Vocals eine spürbare Dringlichkeit, während Johnny Combs an der Gitarre für die ungestümen, vertrackten Riffs verantwortlich zeichnet. Das spielerische Fundament der rhythmischen Eruptionen bilden Bassist AJ Simmons und Schlagzeuger Cory Rash, die den Songs durch ihr präzises wie auch explosives Zusammenspiel den nötigen Vorwärtstrieb verleihen.
Das Resultat dieser Zusammenarbeit spiegelt sich in einer kompakten Titelliste wider, die sich durch provokante Songtitel und kompromisslose musikalische Energie auszeichnet.
Tracklist
- Any Man This Violent
- They Took My God Damn Skin
- Rare Meats
- Wonderwall 2


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