Regelbrüche als Befreiung
Zur Single erschien zugleich ein Video im Schwarz-Rot-Look, inszeniert von Jack Lucas Laugeni. Es begleitet den Song thematisch: Statt Routine, Kontrolle und erdrückender Alltagsernsthaftigkeit setzt „Serve Me Some Crime“ auf Instinkt und ein bisschen Wahnsinn. Frontmann Sonny Lanegan erklärt die Idee hinter dem Titel so:„Serve Me Some Crime“ entstand aus einem ganz simplen Gefühl heraus: Manchmal wird das Leben einfach zu ernst. Zu durchstrukturiert. Zu brav. Das Wort „Crime“ im Songtitel ist nicht wörtlich gemeint, sondern steht eher fürs Brechen kleiner, unsichtbarer Regeln. Es geht um jene Momente, in denen man sich nicht so verhalten will, wie es von einem erwartet wird. Ein ganz normaler Sonntag kann sich vorhersehbar anfühlen, fast wie einstudiert - und der Song spielt mit der Idee, genau das aufzumischen und etwas Alltägliches mit einer Prise Gefahr, Ironie oder Unfug zu versehen.
Von Los Angeles nach Italien
Hinter Noir Addiction steht Sonny Lanegan, der sein experimentelles Songwriting einst in der Musikszene von Los Angeles schärfte - unter anderem als Singer-Songwriter von White Pulp und Mitbegründer von The Dead Good. In Italien fand er mit seiner früheren PostHuman-Bandkollegin Nessie Zorba, die Keyboards und Percussion übernimmt, sowie Schlagzeuger Roberto Catanzaro zwei Mitstreiter für das neue, düsterere Projekt. Musikmagazin The Spill beschreibt den Sound der Band als Grenzgang „zwischen industrieller Härte und sardonischem Selbstbewusstsein“, der die Einflüsse von Nine Inch Nails und Depeche Mode durch eine moderne, ironisch gebrochene Linse schickt.Aufgenommen wurde die Single im Sound Distillery Studio in Italien, produziert von Sonny Lanegan selbst und abgemischt sowie gemastert von Damiano Paoloni. „Serve Me Some Crime“ ist seit dem 20. März auf allen gängigen Streaming-Plattformen verfügbar, darunter Spotify, Apple Music und Bandcamp. Das vollständige Album „Pretty Things Don't Last“ soll am 16. Juli über Soulpunx Records folgen. Live zu sehen ist die Band unter anderem bei zwei Konzerten in Prag, am 14. Mai im Subzero Prague und am 15. Mai im Chapeau Rouge.
Tracklist
- Serve Me Some Crime
- How She's Got It
- Toxic Twins
- Cold Habit
- Money For The Honey
- Radio Funeral


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