Vom Wandel einer Kultband und dem Weg zu Goddess
Der Namenswechsel markiert keineswegs ein spontanes Experiment, sondern ist die konsequente Reaktion auf eine Umbruchphase innerhalb der Band. Nach dem Abgang des Gründungs-Gitarristen Niklas standen die verbliebenen Musiker vor der Entscheidung, wie es für das Kollektiv weitergehen soll. Statt einfach unter dem vertrauten Namen Goatess weiterzumachen, entschieden sich die Bandmitglieder bewusst für den Schritt nach vorne. Der Name Goddess soll die Weiterentwicklung verdeutlichen und spiegelt die hypnotische, majestätische und fast schon spirituelle Ausrichtung wider, die ihren Sound nun prägt.Dabei blicken die Beteiligten auf eine eindrucksvolle Vergangenheit zurück. Als Goatess hatte sich die Truppe in den 2010er-Jahren mit drei hochgeschätzten Alben einen festen Platz im schwedischen Underground erarbeitet. Das selbstbetitelte Debüt „Goatess“ aus dem Jahr 2013 setzte erste Maßstäbe, gefolgt von „II: Purgatory Under New Management“ im Jahr 2016 und dem 2019 veröffentlichten Werk „Blood and Wine“. Diese musikalische Basis bildet nun das Fundament, auf dem Goddess aufbauen. Ergänzt wird diese langjährige Erfahrung durch die tiefen Wurzeln der beteiligten Musiker in der schwedischen Extrem-Metal- und Hard-Rock-Szene, zu der unter anderem Verbindungen zu Bands wie Crucifyre gehören.
Produktion im Studio Underjord und musikalischer Stil
Für die Aufnahmen von „Ritual of The Cloven Hoof“ zogen sich Goddess in das renommierte Studio Underjord zurück. Die Produktion übernahmen die Bandmitglieder in Eigenregie zusammen mit Joona Hassinen, der sich zudem auch für den Mix und das Mastering des Tonträgers verantwortlich zeichnet. Das Ergebnis ist ein druckvolles Klangbild, das die unbändige Energie der Musiker authentisch einfängt.Das aktuelle Line-up besteht aus Karl-Martin Buhre (Gesang und Gitarre), Anders Martinsgård (Gitarre), John Jansson (Bass) und Kenta Karlbom am Schlagzeug. Gemeinsam kombinieren die vier Schweden zentnerschwere, langsam walzende Doom-Riffs mit mitreißenden Stoner-Grooves, getragen von prägnanten Gesangslinien und einer dunklen, psychedelischen Grundstimmung. Die Einflüsse reichen dabei von Genre-Größen wie Electric Wizard und Sleep über die epische Erhabenheit von Candlemass bis hin zu Urgesteinen wie Black Sabbath, Saint Vitus oder Count Raven. Wenn du auf unverfälschten, monolithischen Doom Metal mit skandinavischer Note stehst, bietet das Album reichlich Nahrung für deine Gehörgänge. Erhältlich ist die Veröffentlichung unter anderem direkt über Majestic Mountain Records sowie auf der offiziellen Bandcamp-Seite der Formation.




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