Musik

Nation of Language kündigen neues Album an

Das Quartett kehrt im Herbst 2025 mit einem neuen Album zurück.



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Mit ihrem vierten Studioalbum [i]Dance Called Memory[/i] schlagen Nation of Language im kommenden Herbst ein neues Kapitel ihrer Bandgeschichte auf. Die Formation, die für ihre melancholisch-pulsierenden Klangwelten zwischen Synthpop, Post-Punk und New Romantic geschätzt wird, veröffentlicht das mit Spannung erwartete Werk am 19. September 2025. Nach dem großen Kritikererfolg ihres Vorgängers [i]Strange Disciple[/i] wagt die Band um Frontmann Ian Richard Devaney erneut den Spagat zwischen tanzbaren Synthesizer-Rhythmen und tiefgreifender emotionaler Verletzlichkeit. Wenn du die Entwicklung der Gruppe verfolgt hast, wirst du merken, dass sie ihren ureigenen Sound konsequent weitertreiben.

Vom Schmerz zur Synthesizer-Melancholie

Entstanden ist das Album auf eher unprätentiöse Weise. Frontmann Ian Richard Devaney begann während phasenweiser Niedergeschlagenheit damit, sich mit der Akustikgitarre abzulenken und die aufkommende Melancholie in kreative Energie umzuwandeln.
Es ist eine großartige Art, sich abzulenken, wenn man deprimiert ist.
Ian Richard Devaney
Die Band hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Ihre ersten Alben [i]Introduction, Presence[/i] aus dem Jahr 2020 und [i]A Way Forward[/i] von 2021 dienten vielen Musikfans während der Pandemie als emotionaler Anker. Der wirkliche Durchbruch vom stilvollen Geheimtipp zum gefeierten Act gelang ihnen jedoch 2023 mit [i]Strange Disciple[/i], das unter anderem von Rough Trade zum Album des Jahres gekürt wurde.

Persönliche Schicksale und analoge Wärme

Auch auf [i]Dance Called Memory[/i] verarbeitet Devaney persönliche Verluste und universelle Erfahrungen. So wurde die Single „Now That You’re Gone“ durch den tragischen Tod seines Patenonkels an ALS und die aufopferungsvolle Pflege seiner Eltern inspiriert. Der Song reflektiert die Last, die durch ein wirtschaftliches System entsteht, welches solch fürsorgliches Handeln kaum würdigt, und thematisiert gleichzeitig den Schmerz zerbrochener Freundschaften. Ähnlich introspektiv zeigt sich „I’m Not Ready for the Change“, ausgelöst durch den Anblick eines alten Partyfotos, auf dem längst getrennte Paare und verstreute Freunde zu sehen sind. Die Erkenntnis, dass sich die Seiten des Lebens manchmal schneller wenden, als man begreifen kann, zieht sich wie ein roter Faden durch die Platte.

Bei den Aufnahmearbeiten vertraute das Trio, zu dem neben Devaney auch Synth-Spielerin Aidan Noell und Bassist Alex MacKay gehören, erneut auf Produzent Nick Millhiser. Gemeinsam experimentierte die Band mit neuen klanglichen Texturen. So wurden etwa Drum-Breaks für subtile Einflüsse zerschnitten oder Percussions durch Synthesizer geschickt, um elektronische Elemente früherer Jahrzehnte einzufangen. Im Kontrast zu rein mechanischen Ansätzen, wie sie einst von Kraftwerk geprägt wurden, setzt Devaney bewusst auf die Philosophie von Brian Eno. Ziel war es, eine möglichst unverfälschte und warme Platte zu schaffen. In einer Ära, die zusehends von künstlicher Intelligenz dominiert wird, rückt für die Band die menschliche Bedingung in den Vordergrund. Statt reiner Hoffnungslosigkeit soll das Werk vor allem ein Gefühl der echten Verbundenheit vermitteln.

Konzerttermine im Herbst

Wenn du die neuen Stücke und altbekannten Hymnen im November 2025 live erleben möchtest, hast du dazu im Rahmen der kommenden Tournee die Gelegenheit. Nation of Language machen für vier Konzerte Station in Deutschland und treten in Köln, Hamburg, Berlin und München auf.

Tracklist


  1. Can't Face Another One

  2. In Another Life

  3. Silhouette

  4. Now That You're Gone

  5. I'm Not Ready for the Change

  6. Can You Reach Me?

  7. Inept Apollo

  8. Under the Water

  9. In Your Head

  10. Nights of Weight


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