Gesellschaftskritik mit Schaf- und Esel-Metaphern
In "Monkey See Donkey Do" nimmt Mager BooBoo den menschlichen Herdentrieb und gesellschaftliche Anpassungsmuster unter die Lupe. Mit tierischen Metaphern stellt er die Frage, wie viel von unserem Verhalten tatsächlich auf eigenen Entscheidungen beruht und wie viel lediglich antrainiert ist.Wer sind wir wirklich? Sklaven des Systems oder kleine Fünken des Seins, die genau dem folgen, was ihnen schon immer beigebracht wurde?
Klanglich ordnet der Musiker sein Schaffen dem von ihm selbst definierten Genre "Heavy Irony" zu. Das "Heavy" steht für mehrstimmigen Gesang, satt verzerrte Gitarren und kraftvolle, selbst programmierte Drums. Die "Ironie" Spiegelt sich in den Lyrics wider, die das moderne Leben aufs Korn nehmen, ohne ihren Humor zu verlieren. Metaphern aus dem Tierreich dienen Eastland dabei als roter Faden, um daran zu erinnern, dass Menschen trotz aller sozialen Ordnung biologische Wesen bleiben.
Spätes Comeback nach zwei Jahrzehnten Pause
Hinter Mager BooBoo steckt eine ungewöhnliche Lebensgeschichte. Der mittlerweile 64-jährige Eastland begann bereits im Alter von 14 Jahren mit dem Gitarrenspiel und dem Songwriting. Im Laufe der Jahre baute er sich eine Karriere im Musiktheater sowie bei Funk und Fernsehen auf. Unter anderem schrieb und performte er für die kanadische Kinder-Show "Cowboy Who?" beim Sender CBC und stand jahrelang gemeinsam mit seinem Bruder Tom an der Spitze der Band 101.Dennoch hängte er die Musik für mehr als 20 Jahre an den Nagel, um sich voll und ganz seiner Laufbahn als Lehrer zu widmen. Erst vor kurzem kehrte der Kanadier zur Musikproduktion zurück. Er brachte sich das moderne Recording eigenständig bei, erlernte den Umgang mit der Software Logic Pro auf einem Mac Studio und rief das Projekt Mager BooBoo ins Leben. Mittlerweile lebt Eastland in Thailand, wo er hauptberuflich Englisch an einer Universität unterrichtet und in seiner Freizeit an neuen Tracks arbeitet.
Ein-Mann-Projekt mit humorvollem Konzept
Obwohl Mager BooBoo eine reine Ein-Mann-Show ist, führt Eastland auf den Aufnahmen eine fiktive Bandbesetzung auf. So schreibt er den Backing-Gesang einem gewissen "General Disorder" zu, die Gitarren "Colonel O'Korn", den Bass "Private Parts" und das Schlagzeug "Count Sequence". Dieser augenzwinkernde Humor zieht sich durch das gesamte Konzept des Projekts.Der Vorgänger-Single "Dumb" gelang seit der Veröffentlichung im Juli bereits international ein beachtlicher Erfolg mit wohlwollenden Besprechungen und Vergleichen zu Bands wie den Pixies, Arctic Monkeys, Nirvana oder The Strokes. Mit "Monkey See Donkey Do" legt Mager BooBoo nun nach und gibt einen weiteren Vorgeschmack auf sein erstes Album "Oops!".


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