Seit ihrer Gründung hat sich die Band stetig gewandelt. Bereits im Jahr 2015 machte die Formation mit ihrer Debüt-EP Dolphin Leap auf sich aufmerksam. Für das aktuelle Projekt haben sich die Musiker prominente Unterstützung an die Seite geholt. Mit Sean Johnstone von den Hardway Bros, Jonathan Kusuma sowie Tom Furse von The Horrors und MIEN überarbeiteten drei namhafte Produzenten ausgewählte Tracks des Albums, ohne dabei den ureigenen Charakter der Stücke zu verwischen. Insbesondere Tom Furse prägte den Song Monopolar mit langsameren Breakbeat-Grooves, raueren Ambient-Texturen und dezenten Acid-House-Anklängen.
Kosmische Klänge und mechanische Rhythmen
Musikalisch bewegt sich die EP im Spannungsfeld der Hauntology-Tradition. Während Stücke wie Iridescent minimalistische Rhythmen mit atmosphärischen Schichten anreichern, verbindet der Titeltrack Drips dichte Shoegaze-Texturen mit elektronischer Klangästhetik. Dabei gelingt es der Band, eine immersive Atmosphäre zu erzeugen, die dich in ferne Klangwelten entführt. Einen tiefen Einblick in den kreativen Prozess gewährt Synthesizer-Spielerin Irza Aryadiaz beim Blick auf den Song Pouvoir Moteur:Hier greifen wir die Obsession mit von Menschen bedienten Fabrikmaschinen auf und übersetzen sie in die repetitiven 4/4-Beats des deutschen Krautrock. Es fühlt sich an, als würde man Raum und Zeit durchbrechen, wenn das Schlagzeugmuster gleichmäßig und ohne Unterbrechung weiterläuft.
Die Stärke von Strange Fruit liegt in ihrer Fähigkeit, Synthesizer-Klänge zu erschaffen, die hallend, weit und surreal sind. Jeder Track erzählt eine Geschichte – es gibt eine Reise zwischen den Szenen, mit einem kosmischen Sounddesign, das uns als Wesen widerspiegelt, die in einer anderen Galaxie leben.



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