Rückkehr nach Europa und neue Live-Energie
Für die Musiker aus Nashville, Tennessee, ist es die erste Europa-Rückkehr seit rund zweieinhalb Jahren. Die Reise beginnt am 9. Mai 2026 beim Desertfest im norwegischen Oslo und führt das Quartett durch insgesamt sieben Länder, bevor die Tour Anfang Juni auf dem traditionsreichen Freak Valley Festival im deutschen Siegen ihr großes Finale findet. Drummer Zach Wheeler zeigt sich im Vorfeld der Konzerte begeistert über die bevorstehenden Auftritte:Wir freuen uns sehr darauf, uns mit der Atonal Music Agency zusammenzutun, um im Zuge unseres Albums „Crucible & Ruin“ wieder nach Europa zurückzukehren. Es ist etwa zweieinhalb Jahre her seit unserer letzten Europa-Tournee, und wir sind absolut begeistert davon, in zahlreichen Städten zu spielen, in denen wir noch nie zuvor aufgetreten sind! Wir sehen uns auf der Straße!
Vom Heimstudio zum professionellen Sound
Musikalisch schlagen Howling Giant mit ihrer neuesten Platte ein ambitioniertes Kapitel auf. Anders als bei früheren Veröffentlichungen wurde das Material nicht im bandeigenen Proberaum, dem sogenannten „Bunker“, eingespielt, sondern komplett in einer professionellen Studioumgebung aufgenommen. Um die unmittelbare Energie und die emotionalen Nuancen des Zusammenspiels einzufangen, setzte die Band teilweise auf rohe Live-Takes.Zudem ist „Crucible & Ruin“ das erste Album, an dem der neue vierte Musiker Adrian Lee Zambrano beteiligt ist. Obwohl der Gitarrist und Synthesizer-Spieler erst gegen Ende des Songwriting-Prozesses dazustieß, prägte er das Klangbild mit markanten Texturen maßgeblich. Die zusätzliche Gitarrenspur verleiht dem Sound eine noch wuchtigere und im Vergleich zum Vorgängeralbum „Glass Future“ aus dem Jahr 2023 etwas aggressivere Note.
Inhaltlich spannt das Album einen erzählerischen Bogen: Im Mittelpunkt der Texte steht der Kampf einer unerfahrenen Gottheit gegen die Mächte des ursprunglichen Chaos. Diese Thematik spiegelt sich auch im auffälligen Artwork wider, das von Susan M. Davies – der Mutter von Gitarrist und Sänger Tom Polzine – in einer speziellen Technik mit Alkohol-Tinte auf Yupo-Papier erschaffen wurde.
Die Band stammt ursprünglich aus Nashville, einer Stadt, die vor allem für moderne Pop-Country-Musik bekannt ist. Howling Giant ignorieren diese Fließbandproduktion jedoch gekonnt und schöpfen stattdessen Inspiration aus der reichen Tradition virtuoser Songwriter und Studiomusiker vor Ort. Nach einer Reihe früherer EPs machten die US-Amerikaner 2019 mit ihrem Debütalbum „The Space between Worlds“ erstmals international auf sich aufmerksam. Der Durchbruch gelang ihnen schließlich mit dem 2023 erschienenen „Glass Future“, bei dem unter anderem Sebastian Baltes – der Sohn von Accept-Bassist Peter Baltes – am Bass stand. Mit dem nun auf vier Mitglieder angewachsenen Line-up und einem gereiften Songwriting schlägt das Quartett ein beeindruckendes nächstes Kapitel auf.
Tracklist
- Canyons
- Hunter's Mark
- Archon
- Lesser Gods
- Beholder I: Downfall
- Archivist
- Scepter and Scythe
- Melchor's Bones
- The Observatory
- Beholder II: Labyrinth


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