Schon die Historie von Burgûli, die sich über sieben verschiedene Veröffentlichungen erstreckte, war von rohem Sound und ausgeprägten anti-theistischen Themen geprägt. Mit der Umbenennung und Neuausrichtung zu Burghâsh geht eine noch stärkere Fokussierung einher. Ein zentrales Stilmittel des neuen Materials ist dabei die Rückbesinnung auf die katalanische Sprache. Diese dient dem Projekt nicht nur als kultureller Anker, sondern fungiert gleichzeitig als klanglicher Dolch, der historische Resonanz und eine unverhohlene, irreligiöse Aggression transportiert.
Musikalisch orientiert sich das Projekt stark an den Wurzeln des skandinavischen und europäischen Old-School-Black-Metal der neunziger Jahre. Wer den rauen Geist von Bands wie Darkthrone, Burzum, Mayhem oder Moonblood schätzt, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Die Produktion setzt bewusst auf körnige Analogaufnahmen, die der EP eine frostige und gruftkalt anmutende Textur verleihen. Jeder Riff soll dabei wie eine rostige Klinge wirken, während die Vocals wie Echos von einem zerfallenden Altar hallen. Es geht dem Projekt darum, jegliche kommerziellen Kompromisse über Bord zu werfen und sich ganz auf eine konfrontative Ästhetik zu konzentrieren.
Inhaltlich widmet sich „La tríada dels idiotes“ in Form eines hasserfüllten Triptychons einer unerbittlichen Kritik an den abrahamitischen Religionen. Die drei Stücke der EP nehmen die dortige heilige Dreifaltigkeit ins Visier und versuchen, religiöses Dogma zu sezieren und in den Staub zu ziehen. Tar-Mairon versteht das Werk dabei weniger als konventionelle Musikveröffentlichung, sondern vielmehr als eine Art spirituelle Autopsie für all jene, die in Religionen keinen Heilsbringer, sondern eines der ältesten Gifte der Menschheit sehen.
Der digitale Release steht kurz bevor, und Fans des rohen, ungeschliffenen Black Metals erhalten mit dieser Platte ein Werk, das sich konsequent gegen jegliche Verwässerung des Genres stellt. Wer das Schaffen im Untergrund verfolgen möchte, findet neben dem kommenden Tonträger auch Einblicke über die offiziellen Kanäle der Band bei YouTube, Facebook, Instagram sowie auf Bandcamp.
Tracklist
- El parricida de Canaan (Abraham)
- El bastard de Natzaret (Jesucrist)
- El xarlatà


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