Gelassenheit und Reflexion im neuen Musikvideo
Unter der Regie von Claes Nordwall streift Chris Stewart im Clip zu „It Always Comes To Me“ durch die Straßen von New York City, fährt U-Bahn, bewegt sich über Brücken und verliert sich in spontanen Runden Basketball sowie Billard. Der Song setzt sich mit einer Figur auseinander, die scheinbar mühelos durch das Leben navigiert. Chris Stewart erklärt den inhaltlichen Ansatz des Tracks:„It Always Comes To Me“ handelt von einer coolen, gelassenen und kontrollierten Person, die scheinbar immer mit Dingen davonkommt, die anderen nicht gelingen – sei es durch Charme oder Täuschung. Ähnlich wie eine moderne Version von The Kinks' „Dedicated Follower Of Fashion“ verurteilt oder befürwortet der Song dieses Verhalten nicht ausdrücklich, sondern betrachtet es aus der Vogelperspektive, während sich die Hauptfigur durch die Welt bewegt. Letztlich bleibt es den Hörerinnen und Hörern selbst überlassen, darüber zu urteilen. Die Person im Mittelpunkt des Songs scheint Spaß zu haben – aber kann das dauerhaft funktionieren? Und wie wichtig ist unser Urteil darüber überhaupt?
Mich faszinierte die Idee einer Figur, die sich nach ihrem eigenen Zeitgefühl durch die moderne Welt bewegt. Während alles um sie herum rast, bleibt sie fest in sich selbst verankert. Die Ideen hinter dem Album, die Chris mit mir geteilt hat, erinnerten mich an den trockenen Stoizismus in den Filmen von Aki Kaurismäki. Ich wollte etwas schaffen, das Widerstandskraft, Charakter und die Schönheit feiert, sich nicht ständig dem nächsten Ziel hinterherjagen zu müssen.
Rückbesinnung auf analoge Klänge und Gitarren
Das Projekt Black Marble erblickte im Herbst 2012 im Zuge der Synthwave-Renaissance in New York das Licht der Welt. Mittlerweile blickt Stewart auf eine 14-jährige Schaffensphase mit sieben Veröffentlichungen zurück. Seine Stücke erarbeitet er nach wie vor in Eigenregie an analogen Geräten, die sich beim Einschalten aufwärmen und mühsam gestimmt werden müssen.Mit „Life In Small Spaces“ richtet der Musiker den Blick auf die Veränderungen in der Musikindustrie und hinterfragt seine eigene Rolle im Underground. Anders als bei früheren Werken treten dichte Synthesizerwände diesmal etwas zurück. Stattdessen setzt Stewart verstärkt auf von College-Radio und Independent-Musik inspirierte Gitarrenklänge. Stewart beschreibt die klangliche Atmosphäre folgendermaßen:
Ich wollte diese glockenartige, hypnotische Qualität erzeugen. Wie ein Radiosender, der genau zwischen zwei Frequenzen liegt.
Dieses Album behandelt genau die Themen, über die ich als Künstler sprechen möchte. Es zeigt, wo ich in diesem Augenblick stehe. Und ich weiß, dass ich mit diesen Gefühlen nicht allein bin.
Tracklist
- It Always Comes To Me
- Jim Carol New Year
- Anything
- Get Back Up
- Other Man's Dream
- Guess
- Life Without
- Missing History
- Panopticon Calls
- Picture When
- Sonny Boy


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