Zwischen Alltagstrott und musikalischem Aufbruch
Den Grundstein für ihre breite Wahrnehmung legte uwase im Jahr 2025, als sie den angesehenen Talentwettbewerb „De Nieuwe Lichting“ des Senders Studio Brussel für sich entscheiden konnte. Im Januar desselben Jahres folgte die EP „Angelo“, mit der die Künstlerin ihren stilistischen Fußabdruck im zeitgenössischen Indie-Pop hinterließ und sich Anfang 2026 eine Nominierung als „Breakthrough Artist“ bei den MIA-Awards sicherte. Nachdem sie ihren neuen Song „9to5“ bereits im Sommer auf den Bühnen der Festivals in Dranouter und beim Pukkelpop live erprobte, erscheint das Stück jetzt als reguläre Single über [PIAS] Recordings Belgium.Inhaltlich setzt sich „9to5“ mit dem Hamsterrad des modernen Arbeitslebens auseinander. Was vordergründig wie eine bloße Referenz an klassische Büroarbeitszeiten wirkt, entwickelt sich im Verlauf des Tracks zu einer tiefgründigen Reflexion über gesellschaftliche Erwartungen, persönliche Ambitionen und die Suche nach individuellem Freiraum. Die Künstlerin fängt die monotone Wiederholung des Alltags ein und verwebt sie mit einer unterschwelligen Unruhe. Der Song balanciert gekonnt auf der Grenze zwischen stiller Resignation und dem Wunsch nach Ausbruch.
In '9to5' geht es um dieses seltsame Gefühl, ständig beschäftigt zu sein und im Grunde doch nicht voranzukommen. Es geht um die Erwartung, einen ganz bestimmten Weg einzuschlagen, während im Hinterkopf immer etwas anderes an dir zieht.
Soundästhetik, Star-Regie und der Weg zum Debütalbum
Musikalisch baut uwase auf dem Fundament auf, das sie mit ihrer EP „Angelo“ gelegt hat. Für die Produktion von „9to5“ holte sie sich prominente Unterstützung ins Studio: Zusammen mit Jasper Segers, der sich unter anderem durch seine Arbeiten für Balthazar und Sylvie Kreusch einen Namen gemacht hat, feilte sie an der Klangarchitektur. Das Ergebnis ist eine Melange aus Indie-Pop, Rock-Elementen und subtilen elektronischen Texturen. Die detailverliebte Soundgestaltung erinnert an Größen wie Caroline Polachek oder Blood Orange, während das direkte Songwriting Parallelen zu Acts wie Phoebe Bridgers und Lorde zieht.Ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Musik gilt der visuellen Umsetzung. Das dazugehörige Musikvideo entstand unter der Regie von Stijn van Kerkhoven, der sich erst im vergangenen Jahr für die bei Canneseries prämierte Produktion „Oh Otto!“ auszeichnen ließ. Der Clip orientiert sich visuell an der Ästhetik von Musikvideos der 2000er-Jahre und bindet neben Vertretern der Musikbranche auch persönliche Freunde sowie Familienmitglieder der Künstlerin ein. Im Zentrum des Videos steht uwase in einer Doppelrolle: Auf der einen Seite verkörpert sie die in einem unbefriedigenden Bürojob gefangene Angestellte, auf der anderen Seite ihr Gegenstück als performende Rock- und Popkünstlerin.


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