Vom YouTube-Kanal zum vollwertigen Bandprojekt
Die Geschichte von BalashToth reicht einige Jahre zurück. Balazs Toth, der früher als Gitarrist der ungarischen Melodic-Death-Metal-Formation Casketgarden aktiv war, verlagerte seinen Lebensmittelpunkt im Jahr 2012 nach Irland. Dort widmete er sich intensiv dem Studium von Musikproduktion und Mixing. Was zunächst als YouTube-Kanal für Gear-Reviews, Song-Rekonstruktionen und Riff-Challenges begann, wuchs über die Zeit organisch zu einem ernsthaften Recording-Projekt heran.Bereits die in den vergangenen Jahren veröffentlichten EPs wie „Anti-Life“ aus dem Jahr 2023 und das darauffolgende „=Equation=“ sorgten in Szene-Kreisen für Aufmerksamkeit. Letzteres schaffte es sogar in mehrere ungarische Jahresendlisten, während die dazugehörige Kompilation als wichtiger Schritt auf dem Weg zum nun anstehenden Langspieler diente. Auch Cover-Aktivitäten, etwa die Interpretation von Paradise Losts „Mortals Watch the Day“, hielten das Projekt kontinuierlich im Gespräch.
Musikalische Ausrichtung und die neuen Singles
Das kommende Album führt den auf den EPs etablierten Faden konsequent weiter, schlägt thementisch jedoch einen deutlich persönlicheren und nahbareren Ton an. Statt der globaleren und katastrophenlastigen Perspektiven früherer Veröffentlichungen widmet sich der Langspieler diesmal intensiv inneren Konflikten, dem Verlust von Identität durch ewiges Verlangen sowie Zyklen aus Illusion und Zerfall. Musikalisch deckt die Platte die gesamte Bandbreite des modernen wie traditionellen Melodic Death Metal ab. Das Album umfasst insgesamt acht reguläre Songs sowie ein atmosphärisches Zwischenspiel, das vollständig auf den Klang der Viola ausgerichtet ist. Die Spannbreite der Stücke reicht dabei vom extrem schnellen, auf 280 BPM beschleunigten Song „+Fear + Despair“ bis hin zum melancholisch-doomigen Rausschmeißer „x Judgement“.Bereits vorab gewähren die Macher tiefe Einblicke in das kommende Werk. Die erste Single „÷ Misunderstanding“ setzt auf die traditionellen Trademarks des Genres, verknüpft unruhige Taktwechsel mit einer düsteren Atmosphäre und wird durch den ausdrucksstarken Gesang von Deathmetalvoicer veredelt. Diese Kooperation entstand aus gemeinsamen Cover-Projekten für den YouTube-Kanal von BalashToth, bei denen unter anderem Songs von Bands wie The Haunted, Dimension Zero, Entombed oder Iron Maiden neu interpretiert wurden. Die zweite Single „Self = Dark Side“ schlägt in eine ähnliche Kerbe und setzt auf einen groove-lastigen Old-School-Ansatz mit einem prägnanten Refrain.
Zusätzliche musikalische Farbtupfer liefert Gastmusiker Adam Toth, bekannt aus Formationen wie Kajgūn, der bei ausgewählten Stücken Viola und Moog-Synthesizer beisteuert. Für die visuelle Ästhetik des Covers zeigt sich indes Péter Jakab verantwortlich, den Metal-Fans als früheren Sänger der ungarischen Brutal-Death-Metal-Band Depths of Depravity kennen dürften.
Editionen und Formate
Sammlerinnen und Sammler physischer Tonträger dürfen sich freuen: „Equation II – The Antithesis of Life and Free Will“ erscheint neben der digitalen Variante auch auf CD. Geplant sind eine klassische Jewel-Case-Variante sowie ein streng limitierter Digipack, der auf exakt 100 handnummerierte Exemplare beschränkt ist.Tracklist
- +Fear + Despair
- +Self-Worth ÷ Mockery
- x Guilt
- Love = Lies
- Life = Death
- Self = Dark Side
- n = y (instrumental)
- ÷ Misunderstanding
- x Judgement


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