Mit ihrem charakteristischen Sound aus Shoegaze, Post-Punk und psychedelischen Gitarrenlandschaften greift die Band in „20“ Themen wie Sehnsucht, Ungewissheit und das Vergehen der Zeit auf. Das Video entstand unter der Regie von Ryan Policky in Denver und Barnum und stellt die Schauspielerin Julianna Beckert in den Mittelpunkt. Es fängt die Stimmung einer endlosen Wartezeit visuell ein.
Ein Blick auf zwei Jahrzehnte Bandgeschichte
In der visuellen Umsetzung spielten auch ganz persönliche Orte eine Rolle, die der Band am Herzen liegen. Ryan Policky erklärt zur Wahl der Hauptdarstellerin und der Drehorte:Julianna drückt Emotionen so gut aus wie kaum eine andere Person, die ich kenne, und passte perfekt zur Stimmung. Wir haben wie immer darauf geachtet, Orte festzuhalten, die wir jetzt lieben, von denen wir aber wissen, dass sie bald für immer verschwunden sein werden – wie die Brücke an der 8th Street, die sie im Video überquert.
Das Video zu '20' hätte in viele Richtungen gehen können, da der Song 20 Jahre A Shoreline Dream feiert. Aber die einfache Wahrheit hinter dem Konzept entspricht genau dem Titel des neuen Albums 'Waiting'. Die Idee war, Emotionen einzufangen, die jeden Moment aus jedem von uns herausbrechen können, sei es in unseren Träumen oder in der Realität. Der Traum, nach dem wir suchen – meist der einfache Wunsch nach einer Partnerin oder einem Partner, mit dem wir mitfühlen, lieben, respektieren und unsere Tage verbringen können –, ist eines der am schwersten zu erreichenden Dinge.
Produktivität und musikalische Partnerschaften
A Shoreline Dream blicken inzwischen auf einen Katalog von fast 120 veröffentlichten Titeln zurück. Anstatt sich zum Jubiläum nur auf früheren Erfolgen auszuruhen, zeigt sich das Duo derzeit besonders produktiv. Erst im Februar veröffentlichten sie das Album „To Where They Have Gone“. Ein wichtiger Einfluss auf das aktuelle Schaffen war die langjährige Zusammenarbeit mit Mark Gardener, dem Frontmann der Indie-Rock-Band Ride. Die Kooperation erstreckte sich bereits über mehrere Veröffentlichungen wie das Album „Whitelined“.Diese kreative Phase hinterlässt bei Policky deutliche Spuren im Songwriting-Prozess:
2026 war ein Jahr echter musikalischer Inspiration und das erste Mal, dass ich mich in einem fortlaufenden Schreibmodus befinde. Nach der Arbeit mit Mark Gardener summt mein Kopf täglich neue Melodien.
Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre versteht die Band ihre neue Musik auch als Gegenpol zu einer von Reizüberflutung geprägten Welt. Policky betont das Anliegen hinter den neuen Stücken:
Es war ein brutales menschliches Klima, und die Ablenkungen in den Medien und der toxischen Social-Media-Welt sind extrem überwältigend. Ich habe genug davon. Ich will einfach nur explosive und melodische Songs, die von dieser verrückten Welt ablenken, und genau das bieten diese Titel. Ich hoffe, dass die Geschichten über den Umgang mit einer Welt im Chaos bei all jenen Anklang finden, die nach neuen musikalischen Schwingungen und explosiven Klanglandschaften suchen. Wir sind zum ursprünglichen Gefühl von A Shoreline Dream zurückgekehrt.


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