Du hast Dir vorgenommen, ein glückliches Liebeslied zu schreiben. War das für Dich einfacher oder überraschend schwieriger als Songs über Trennungsschmerz und Unsicherheit?
In dem Moment, als ich das Lied geschrieben habe, fiel es mir ziemlich leicht, weil ich einfach keine Lust mehr hatte auf „sad songs“. Allerdings ist es bei mir definitiv der Fall, dass ich mehr schreibe, wenn ich traurig bin. Jetzt geht es mir zum Beispiel richtig gut und dafür schreibe ich auch weniger.Jetzt geht es mir zum Beispiel richtig gut und dafür schreibe ich auch weniger.
Der Song beschreibt diesen wunderbar chaotischen Zustand, in dem sich plötzlich alles um einen Menschen dreht. Gab es einen konkreten Moment, der Dich zu dem Stück inspiriert hat?
Mhhm, gute Frage. Ich glaube wirklich dieses kurzfristige Vermissen, wo man schon wieder unbedingt mit dieser Person reden will.Wie ist „Got U On My Mind“ musikalisch entstanden - stand zuerst eine Textzeile, eine Melodie oder ein bestimmter Sound?
Ich hatte zuerst den Text und eine Vocal-Melodie und hab diese dann an Arnaud Rolle geschickt. Dadurch kam das Instrumental zustande.Deine Musik bewegt sich zwischen Indie-Pop, elektronischen Klangwelten und Pop-Punk-Attitüde. Welche dieser Seiten tritt bei der neuen Single besonders hervor?
Ich liebe Post-Punk. Und als ich den Song geschrieben habe, habe ich gerade viel Ekkstacy gehört und zum Beispiel viel Edwin Rosen. Da war ich richtig inspiriert davon. Außerdem gefiel mir die Art, so „nonchalant“ zu singen, bei diesen Inspos mega. Das wollte ich da nachempfinden.Ich liebe Post-Punk.
Persönliches Storytelling spielt in Deinen Songs eine wichtige Rolle. Wo ziehst Du die Grenze zwischen ehrlicher Offenheit und dem Schutz Deines Privatlebens?
Ja, bei „Got U On My Mind“ ziehe ich die Grenze tatsächlich mega. Bin selber überrascht davon, aber irgendwie rede ich erstaunlich viel über Privates drumrum bei diesem Song. Normalerweise fällt mir das nicht so schwer.Du lebst in Basel und hast schweizerische sowie amerikanische Wurzeln. Inwiefern prägen diese unterschiedlichen kulturellen Einflüsse Deine Musik?
Ich glaube, die Musik, die wir in Europa hören, ist sowieso sehr geprägt von der amerikanischen Kultur. Ich höre selbst auch viel amerikanischen Pop. Ein Punkt vielleicht: Ich habe grundsätzlich sehr wenig Angst davor, „einfach zu machen“. Und ich glaube, das ist schon etwas sehr Amerikanisches.„Got U On My Mind“ ist der erste Vorbote Deines Debütalbums. Warum war gerade dieser Song der richtige Einstieg in das neue Kapitel?
Das Album ist grundsätzlich sehr ernst und traurig und da wollte ich irgendwie die Happy-Songs vorwegnehmen. Ich wollte, dass Leute noch etwas tanzen können, bevor ich dann so bin: „SAD SAD SAD“. Und es fühlte sich auch richtig an, diesen Song im Sommer noch rauszubringen.Ich wollte, dass Leute noch etwas tanzen können, bevor ich dann so bin: „SAD SAD SAD“.


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