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Little Corners Review

Kreativität mit Stickern


10.11.2025  Redaktion  PC  0 Likes  0 Kommentare 
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Little Corners ist eine kreative Dekorations-Sandbox für den PC, in der Du leere Raumecken mit digitalen Stickern gestaltest. Möbel, Tiere, Pflanzen und kleinere Gegenstände werden von einem Stickerbogen abgezogen und frei innerhalb der jeweiligen Kulisse platziert. Aufgaben, Zeitlimits oder wirtschaftliche Systeme gibt es nicht. Little Corners konzentriert sich stattdessen auf das Arrangieren eigener Szenen, versteckte Kombinationen und eine ruhige Begleitung durch Lo-Fi-Musik.

Vom leeren Winkel zur persönlichen kleinen Welt
Zu Beginn wählst Du eine von acht thematisch gestalteten Raumecken aus. Zur Verfügung stehen die Taverne eines Abenteurers, der Turm eines Alchemisten, das Arbeitszimmer eines Astronomen, eine Landhausküche, überwucherte Ruinen, die Kajüte eines Piraten, die Residenz eines Samurai und eine Wikingerhalle.

Jede dieser Kulissen besteht zunächst nur aus zwei Wänden und einer Bodenfläche in isometrischer Perspektive. Mehrere Stickerbögen am Rand des Bildschirms enthalten passende Möbel, Dekorationen und Figuren. Du ziehst das gewünschte Motiv mit der Maus in den Raum und platzierst es an einer beliebigen Stelle.

Eine vorgegebene Lösung oder Bewertung existiert nicht. Du kannst eine Taverne ordentlich einrichten, sämtliche verfügbaren Gegenstände auf engem Raum verteilen oder nur wenige ausgewählte Sticker verwenden. Bereits gespeicherte Räume lassen sich später weiterbearbeiten oder vollständig zurücksetzen.

Über 1.500 Sticker füllen acht Fantasiewelten
Die Sticker orientieren sich jeweils am Thema des ausgewählten Raumes. Im Alchemistenturm findest Du unter anderem Flaschen, Bücher, Pflanzen und magische Gerätschaften. Die Piratenkajüte bietet nautische Karten, Truhen und Gegenstände aus dem Leben auf See, während das Samurai-Zimmer Kleidung, Waffen, Sitzmöbel und einen kleinen Altar enthält.

Neben großen Möbelstücken stehen zahlreiche kleinere Elemente bereit. Bücher, Kerzen, Geschirr, Haustiere, Kissen und Blumen können auf Tischen, Regalen oder dem Boden platziert werden. Insgesamt umfasst Little Corners mehr als 1.500 vorgefertigte Sticker.

Jedes Motiv ist in einer festgelegten Größe und Farbgebung vorhanden. Sticker lassen sich nicht vergrößern, verkleinern oder neu einfärben. Auch die verfügbare Menge eines bestimmten Gegenstands ist vorgegeben. Ist beispielsweise nur ein bestimmtes Sofa auf dem Stickerbogen vorhanden, kannst Du davon keine zusätzliche Kopie anfertigen.

Ebenen und Ausrichtung schaffen räumliche Tiefe
Obwohl die Dekorationen zweidimensional sind, lassen sie sich innerhalb der isometrischen Räume über mehrere Ebenen verteilen. Mit dem Mausrad bestimmst Du, ob ein Sticker vor oder hinter einem anderen Gegenstand liegen soll. So können Bücher auf einem Regal, Kissen auf einem Stuhl oder kleinere Gegenstände auf einem Tisch angeordnet werden.

Mit der rechten Maustaste wechselst Du die Ausrichtung eines Motivs. Die meisten Sticker besitzen zwei Ansichten und können dadurch an die linke oder rechte Wand angepasst werden. Eine freie Drehung oder Darstellung von der Rückseite ist nicht vorgesehen.

Gegenstände rasten nicht automatisch an Möbeln oder vorgesehenen Positionen ein. Du richtest sämtliche Elemente selbst aus und entscheidest auch über kleinere Abstände. Dadurch können Sticker absichtlich versetzt oder miteinander kombiniert werden. Beim versehentlichen Verschieben eines bereits platzierten Gegenstands musst Du ihn allerdings manuell an die vorherige Position zurücksetzen.

Geheime Kombinationen schalten weitere Sticker frei
In jedem der acht Räume sind drei versteckte Sticker verfügbar. Um sie freizuschalten, musst Du bestimmte Motive miteinander kombinieren oder in einer passenden Reihenfolge platzieren. Ein kurzer Hinweis deutet an, welche Gegenstände zusammengehören könnten.

Hängst Du beispielsweise einen Hexenhut an einen Besen, kann daraus ein zusätzlicher Tiersticker entstehen. Andere Geheimnisse verlangen thematisch passende Kombinationen aus Pflanzen, Möbeln oder Dekorationen. Sobald die erforderlichen Sticker richtig angeordnet sind, erscheint eine Meldung über den neu entdeckten Gegenstand.

Die freigeschalteten Motive stehen anschließend innerhalb des jeweiligen Raumes zur Verfügung. Sie werden nicht automatisch in die anderen Themenwelten übertragen. Insgesamt kannst Du auf diese Weise 24 geheime Sticker finden.

Die kleinen Kombinationsrätsel bilden das einzige festgelegte Ziel. Du kannst sie vollständig ignorieren und ausschließlich dekorieren oder gezielt alle Hinweise untersuchen. Mehrere der 50 Steam-Erfolge sind an solche Entdeckungen und bestimmte Gestaltungsschritte gekoppelt.

Maus und Controller übernehmen das digitale Kleben
Mit der Maus werden Sticker ausgewählt, gezogen und abgelegt. Die rechte Maustaste spiegelt geeignete Motive, während das Mausrad ihre Position innerhalb der Ebenen verändert. Bereits platzierte Sticker können jederzeit erneut aufgenommen und verschoben werden.

Die Benutzeroberfläche bietet Einstellungen für Größe und Transparenz des Mauszeigers. Dadurch bleibt der Cursor auch vor detailreichen oder farblich ähnlichen Hintergründen erkennbar. Little Corners unterstützt außerdem Controller vollständig, wobei das Verschieben und präzise Ausrichten über einen analogen Zeiger erfolgt.

Die Stickerbögen lassen sich einzeln aufrufen und wechseln. Eine Sortierung nach Möbeln, Pflanzen oder anderen Objektarten gibt es innerhalb der thematisch zusammengestellten Bögen nicht. Weil jeder Raum eine eigene Auswahl verwendet, bleibt die Anzahl der gleichzeitig sichtbaren Kategorien dennoch begrenzt.

Eine klassische Rückgängig-Funktion für mehrere Arbeitsschritte ist nicht vorhanden. Einzelne Sticker lassen sich entfernen oder neu positionieren, ein versehentlich veränderter Aufbau muss aber von Hand wiederhergestellt werden.

Handgezeichnete Räume zwischen Magie und Alltag
Grafisch verwendet Little Corners einen gezeichneten Stil mit klaren Konturen und überwiegend warmen, gedeckten Farben. Holz, Stein, Stoff und Pflanzen werden über vereinfachte Texturen dargestellt. Die Illustrationen der einzelnen Sticker bleiben auch dann erkennbar, wenn mehrere Gegenstände übereinanderliegen.

Die Farbpalette richtet sich nach der gewählten Kulisse. In der Taverne und Wikingerhalle dominieren Braun- und Goldtöne, während die überwucherten Ruinen mehr Grün und helle Blütenfarben verwenden. Das Arbeitszimmer des Astronomen setzt dagegen auf dunklere Blautöne und Motive rund um Sterne und Planeten.

Da Größen und Farben nicht bearbeitet werden können, bleiben sämtliche Motive innerhalb eines Raumes stilistisch aufeinander abgestimmt. Gleichzeitig begrenzt diese Vorgabe die Möglichkeit, eigene Farbkonzepte oder ungewöhnliche Größenverhältnisse umzusetzen.

Der Arbeitsplatz lässt sich ebenfalls gestalten
Nicht nur die eigentlichen Raumecken können angepasst werden. Auch für den Hintergrund und die Arbeitsmatte der Benutzeroberfläche stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. So lässt sich die Fläche rund um die aktuelle Kulisse farblich verändern.

Nach Abschluss einer Gestaltung kannst Du den integrierten Screenshot-Modus verwenden. Dieser blendet störende Bedienelemente aus und erstellt eine Ansicht des dekorierten Raumes. Die Bilder können anschließend außerhalb des Spiels gespeichert und mit anderen Nutzern geteilt werden.

Little Corners enthält keine direkte Mehrspielerfunktion und keinen integrierten Online-Marktplatz. Der Austausch erfolgt daher über exportierte Screenshots oder externe Community-Plattformen. Mehrere Spielstände ermöglichen es, unterschiedliche Varianten derselben Kulisse aufzubewahren.

Lo-Fi-Klänge begleiten das ruhige Arrangieren
Die musikalische Begleitung besteht aus eigens komponierten Lo-Fi-Stücken. Während der Gestaltung kannst Du zwischen den verfügbaren Titeln wechseln oder die Musiklautstärke anpassen. Die gleichmäßigen Rhythmen bleiben im Hintergrund und reagieren nicht auf die Anzahl der platzierten Sticker.

Das Abziehen, Verschieben und Ablegen der Motive wird von kurzen Geräuschen begleitet. Auch die Entdeckung eines geheimen Stickers besitzt eine eigene akustische Rückmeldung. Eine Handlung mit vertonten Dialogen gibt es nicht, obwohl Steam aufgrund der vollständig lokalisierten Benutzeroberfläche auch deutsche Sprachunterstützung ausweist.

Kreativität ersetzt klassische Langzeitziele
Little Corners besitzt keine Kampagne und keinen festgelegten Endpunkt. Der unmittelbare Umfang besteht aus acht Räumen, mehr als 1.500 Stickern, 24 versteckten Motiven und 50 Steam-Erfolgen. Wie lange Du Dich damit beschäftigst, hängt vor allem davon ab, wie häufig Du bestehende Räume neu gestalten möchtest.

Da die Sticker eines Raumes nicht frei in andere Kulissen übertragen werden können und umfangreiche Bearbeitungswerkzeuge fehlen, bleiben die Möglichkeiten an die vorbereiteten Sets gebunden. Innerhalb dieser Grenzen können die acht Räume jedoch mehrfach geleert und mit einer anderen Auswahl neu eingerichtet werden.

Little Corners setzt seine Idee als digitale Stickersammlung verständlich und atmosphärisch um. Die acht Räume besitzen eigene Themen, die Illustrationen passen gut zusammen und die versteckten Kombinationen schaffen kleine Anreize zum Experimentieren. Auch Lo-Fi-Musik und Screenshot-Modus unterstützen den ruhigen Sandbox-Charakter. Die gestalterischen Grenzen sind allerdings deutlich: Sticker können weder skaliert noch neu eingefärbt oder beliebig vervielfältigt werden. Zwei Ausrichtungen, feste Objektmengen und die fehlende Rückgängig-Funktion schränken präzise Entwürfe zusätzlich ein. Wer klare Ziele oder komplexe Einrichtungswerkzeuge sucht, erhält nur wenig spielerische Tiefe. Als günstige, stressfreie Kreativbeschäftigung für kurze oder längere Sitzungen funktioniert Little Corners dennoch gut.

Punktewertung

Gameplay
70
Grafik
87
Sound
82
Steuerung
74

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Plattformen PC (Steam)
Release 13.11.2025
Studio Meteor Pixel
Publisher Weekend Games, Gamersky Games
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