Koi mil gaya - Sternenkind Review

Ein Bollywood-Film bricht mit Traditionen und vereint Romantik mit Science-Fiction.



Was sind die Grundzutaten für einen gelungenen Bollywood-Film? Na klar: Erstmal braucht es jede Menge Tanzeinlagen (weswegen die Filme meist an die drei Stunden dauern). Dann natürlich eine große Portion Liebe und Romantik. Neben guten Darstellern und einer ordentlichen Regie dann natürlich noch eine Spur Humor, etwas Comedy, vielleicht noch einen Außerirdischen und etwas ... Einen Außerirdischen? Nun, wer hat gesagt, dass Bollywoodfilme immer ähnlich gelagert sein müssen? "Koi mil gaya - Sternenkind" versucht mal was Neues, zumindest war der Spagat von Bollywood und Science Fiction für uns neu. Wir haben ihn uns angesehen...

Koi mil gaya - Sternenkind
Mit Hilfe einer selbstgebauten Computeranlage empfängt der Wissenschaftler Sanjay Mehra Signale aus dem All, seine Kollegen glauben ihm jedoch kein Wort. Als Sanjay kurz darauf bei einem Autounfall stirbt, bleibt seine schwangere Frau Sonia schwer verletzt zurück. Der gemeinsame Sohn Rohit ist Jahre später zwar ausgewachsen, hat aber in Folge des Unfalls den Geist eines 10-Jährigen. Da tritt die schöne Nisha in sein Leben und die beiden werden trotz ihrer Gegensätzlichkeit Freunde. Als sie die alte Computeranlage von Rohits Vater ausprobieren, ahnen sie nichts von den Folgen Schon bald landet ein UFO nahe der kleinen Stadt. Einer der Außerirdischen bleibt auf der Erde zurück und wird zufällig von Rohit und Nisha entdeckt...

Rohit wird im Film als sympatischer, aber unheimlich dümmliches Erwachsenen-Kind dargestellt und durch die wilde Aneinanderreihung von witzigen Szenen, doofem Klamauk und Drama wegen der Außenseiterrolle des "Kleinen" wird man als Zuschauer im Film ordentlich durchgeschüttelt. Die Tanzeinlagen und auch die Ton- und Bildqualität sind frei von jedem Makel, nur wirken selbst die Massentänze rund um den blauen E.T.-Klon (der sich im Übrigen selbst kaum zu bewegen weiß) in der Tat "wie von einem anderen Stern". Einzig das Thema "Toleranz" wird in dem Film geradlinig verfolgt und macht den Film zu etwas besonderem.

FAZIT

ET auf Bollywood Art. "Koi mil gaya - Sternenkind" ist ganz sicher nicht die übliche Bollywood-Ware, sondern eher der Versuch sich dem Science Fiction Thema etwas zu nähern und somit mal was Neues zu versuchen. Für unseren Geschmack etwas zu süß und zu kindlich. Für beinharte Hollywood-Fans oder für die kleinen Zuschauer aber vielleicht einen Blick wert.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Ein Bollywood-Film bricht mit Traditionen und vereint Romantik mit Science-Fiction.

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