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Die Nacht der Zombies Review

Alberne Horror-Komödie statt gruseliger Zombie-Schocker


27.11.2012  Jana  10 Likes  0 Kommentare 
Es gibt Filme, an die geht man mit völlig falschen Erwartungen heran und wird dabei schrecklich enttäuscht. Schuld daran ist gerne mal das Cover, dass etwas völlig anderes vermittelt, als man dann geboten bekommt. "Die Nacht der Zombies" ist so ein Film, den man unheimlich schlecht finden wird, wenn man eben mit der Erwartung an diesem Film heran geht, er sei ein Horrorfilm. Cover und Beschreibung auf der Rückseite unterstreichen dabei leider diese Erwartungen und so darf man sich nicht wundern, dass der Film allgemein schlechtere Kritiken bei den Zuschauern bekommen hat. Weiß man aber vorher, dass man sich hierbei nicht auf einen Horrorfilm einlässt, sondern eine alberne Horror-Komödie vor sich hat, ist der Film doch nicht ganz so schlecht, wie man zunächst denken mag.

Elizabeth und ihre kleine Schwester Holly leben seit dem Tod ihres Vaters ganz allein in einem großen Farmhaus. Die Mutter ist kaum zu Hause und der große Bruder wohnt zwar im selben Ort, jedoch nicht im selben Haus. In diesem Haus sind schon vor Jahren seltsame Dinge geschehen, eine ganze Familie wurde dort sogar ermordet! Als Elizabeth's Freund Otto von einer Tour ("Ich bin Rockstar!") zurück kehrt, möchten seine Freunde eine Party schmeißen. Da eignet sich das haus von Elizabeth und ihrer Schwester doch hervorragend! Egal, ob sie wollen oder nicht, die Party findet statt. Die seltsamsten "Freunde" erscheinen auf dieser Feier, neben ihnen aber auch der Geist eines kleinen Mädchens, dass die Partygäste warnen möchte, dass sie alle sterben werden. Und schon sind die Eltern des Mädchens von den Toten auferstanden und eliminieren einen Partygast nach dem anderen. Können sich Elizabeth und ihre Schwester retten?

Wer nun erwartet, dass er einen Teenager-Horrorfim zu sehen bekommt, der irrt. Natürlich fließt Blut, natürlich sterben einige Protagonisten. Aber ernst nehmen sollte man diesen Film auf keinen Fall. Der Film nimmt sich vielmehr selbst auf die Schippe, ist gespickt mit viel unterschwelligem Humor und kleinen Parodien auf andere bekannte Filme. Wenn man das aber eben nicht weiß, nimmt man den Film zu Beginn als Horrorfilm war und fragt sich "Was zum Teufel?" Denn als Horrorfilm versagt "Die Nacht der Zombies" natürlich total. Alberne Dialoge, völlig dämliche Szenen rufen beim Zuschauer Kopfschütteln hervor. Aber solche Szenen lassen uns dann eben auch schon erahnen, dass wir uns bei diesem Film gar nicht gruseln sollen, sondern dass der Film eher auf unsere Lachmuskeln zielt. Und das schöne ist: Er trifft! Er trifft nicht, weil er wirklich komisch ist, sondern weil er lächerlich albern ist. Ja, macht macht sich beim Schauen einfach über den Film lustig. Aber er unterhält. Und das sollen Filme ja, oder nicht? Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert und können diesen Film gar nicht anders sehen als als Komödie. Dialoge wie "Du musst atmen, das ist ganz wichtig" klingen aus dem Zusammenhang gerissen natürlich nicht lustig, passen aber perfekt in die gegebene Situation. Auch auf den Quotenschwarzen wurde natürlich nicht verzichtet und auch einen total bescheuerten Deutschen hat der Film zu bieten ("Party mit dem Deutschen!").

"Die Nacht der Zombies" ist Trash, das steht wohl außer Frage. Aber wir haben lange keinen so unterhaltsamen Trash mehr gesehen! Schade ist nur, dass die deutsche Synchronisation ebenfalls ziemlich trashig ist. Und auch der Titel passt in der deutschen Übersetzung überhaupt nicht. Im Original heißt der Film "As Night Falls", nichts mit Zombies also. Als Zombies kann man die Wesen auch nur mit viel Fantasie bezeichnen, denn mit den typischen langsamen, hirnlosen Untoten haben diese Auferstandenen kaum etwas gemeinsam. Ansonsten aber eine locker leichte Horror-Unterhaltung, die man mit Bier und Chips genießen kann.

Unser Fazit

Alberne Horror-Komödie statt gruseliger Zombie-Schocker

Der Titel passt nicht, das Cover auch nicht. Hier darf man keinen typischen Zombie-Horrorfilm erwarten, sonst wird man schrecklich enttäuscht. Sieht man den Film aber so wie er ist, als Trash-Horror-Komödie, wird man einige Lacher erleben.

Jana (Spielemagazin.de)

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