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Angel Review

Ein vergessener Film über ein Doppelleben zwischen Schule und Straße.


04.12.2012  DasStampa  6 Likes  0 Kommentare 
Es gibt Filme und Serien, die ihren Ruhm der 1980er Jahre bis heute halten können. Rocky, Karate Kid, das A-Team, Knight Rider... Um nur einige zu nennen. Es gibt aber auch Filme, die gut waren und es heute immer noch sind, sich der Bekanntheitsgrad allerdings eher in enge Grenzen hält. Angel ist einer dieser Filme. Dabei ist er allein schon wegen seiner eher skurrilen, und an einen perversen Anime erinnerenden Plot einen Blick wert: Die 15-jährige Molly ist nicht nur Musterschülerin, sondern auch überall beliebt. Leider wächst sie ohne Vater auf und ihre Mutter ist sterbenskrank. Um das Geld heranzuschaffen, lebt sie ein Doppelleben als Angel, Prostituierte auf dem Strich. Dass dies nicht lange gut gehen kann und welche Risiken ihr vermeintlich lukratives Nachtgeschäft mit sich bringt, muss Molly am eigenen Leib erfahren.

Und hier sind wir auch schon mitten im Film. Molly lebt ein Leben, das nicht unbedingt beneidenswert ist. Wenig Schlaf, viel um die Ohren. Sie macht das Beste aus ihrer derzeitigen Situation und ist auf ihren Streifzügen durch die Nacht nicht allein. Begleitet wird sie von einem Travestie-Künstler, einem Western-Revolver-Helden sowie einem Charlie Chaplin-Double. Allerdings können diese sie nicht davor beschützen, dass sie irgendwann ein Messer im Rücken hat. Auch die Polizei hat irgendwann ein Auge auf sie. Denn Prostitution bei Minderjährigen ist auch in den Staaten der 1980er streng untersagt. Schließlich sind da noch neidische Mitbewerberinnen, mit denen sich Molly aka Angel auseinandersetzen muss. Und das alles mit 15 Jahren.

Dieser Film geht wirklich unter die Haut und wir sind der Auffassung, dass er einer der besten Filme mit reeller Handlung und Moral ist, die der Markt seiner Zeit produziert hat. Natürlich können sich die Effekte nicht mit denen der heutigen Zeit messen. Auch die Qualität der DVD ist, gelinde gesagt, eher suboptimal. Verwaschene Farben und unscharfe Darstellung treffen hier auf ein nicht animiertes Menü sowie nicht wirklich vorhandenen Extras. Dies ist der Wehrmutstropfen, wenn man sich diese DVD käuflich erwerben will.

Aber sonst ist dieser Film, wenn man sich auf den Plot und die eher skurrilen Charaktere einlassen kann, ein tolles Samstag-Vergnügen an einem verregnetem Abend.

Unser Fazit

Ein vergessener Film über ein Doppelleben zwischen Schule und Straße.

Toller Film, subotimale Qualität der DVD

DasStampa (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 71%

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Release 2012-06-14
Studio Euro Video
Publisher Euro Video
Alterseinstufung Freigegeben ab 16 Jahren
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