Ein grandioser Auftakt – und dann verliert sich der Film im Schmerz
Die größte Stärke von 1978 ist sein erster Akt. Die Atmosphäre sitzt. Die Spannung baut sich langsam, aber spürbar auf. Man ahnt, dass hier etwas Unaussprechliches im Hintergrund lauert. Die Bilder wirken roh, ungeschönt, fast dokumentarisch, während gleichzeitig ein surreales Flackern im Stil des italienischen Horrors mitschwingt.Dann jedoch folgt – wie bei Baskin, mit dem der Film nicht zufällig verglichen wird – eine lange Phase der Tortur. Körperliche Gewalt, Schreie, Blut, Räume ohne Ausweg. Diese Sequenz soll wohl als Abstieg in den innersten Kreis der Hölle fungieren, verliert aber erzählerisch den Halt. Statt die Geschichte voranzutreiben oder die Figuren greifbarer zu machen, breitet sich die Gewalt wie ein Teppich aus, der alles zudeckt, aber wenig offenbart.
1978 möchte emotional überwältigen und scheut nicht vor extremen Mitteln zurück – aber es fehlt ein erzählerisches Gegengewicht, das diese Brutalität rechtfertigt oder einordnet.



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