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Frontside – Nemesis Review

Ein kompromissloser Metal-Angriff, der direkt ins Trommelfell fährt


10.04.2026  Jacqueline  18 Likes  0 Kommentare 
Frontside – Nemesis Review Bild Frontside – Nemesis Review Screenshot Frontside – Nemesis Review Foto

Mit Nemesis melden sich Frontside nach acht Jahren Studiopause zurück – und zwar nicht zaghaft, sondern mit einem wuchtigen Metal-Angriff, der keine Gefangenen macht. Die polnischen Metalcore-Veteranen, die seit den späten 90ern eine feste Größe in Osteuropas Szene sind, legen ein Album vor, das drückt, knallt und gnadenlos nach vorne geht.

Es ist das erste Werk mit dem neuen Sänger Wojciech „Mollie“ Moliński – und man spürt vom ersten Moment an: Hier wurde nichts halbherzig angegangen. Nemesis ist härter, düsterer und emotional intensiver als vieles, was Frontside zuvor veröffentlicht haben.

Mehr Druck, mehr Wucht, mehr Konsequenz
Schon der Opener Initium baut eine bedrohliche Atmosphäre auf, bevor Omen mit brachialen Riffs und massivem Groove einsetzt. Der Song definiert den Sound des Albums: kompromissloser Metalcore mit klarer Kante, rhythmisch präzise und voller apokalyptischer Energie.

Die Gitarrenarbeit von Mariusz „Demon“ Dzwonek ist das Rückgrat dieser Platte. Scharfkantige Riffs treffen auf druckvolle Breakdowns, während das Schlagzeug wie ein Presslufthammer durch die Songs hämmert. Dazu kommt Molińskis Stimme, die sich zwischen aggressiven Shouts und emotional aufgeladenen Momenten bewegt – roh, aber kontrolliert.

Frontside klingen moderner als früher, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Der Sound ist dicht, massiv produziert und wirkt wie ein durchkomponierter Sturm.

Metalcore mit Haltung – auch ohne Sprachbarriere
Textlich nimmt Nemesis kein Blatt vor den Mund. Gesellschaftliche Spannungen, Heuchelei, innere Konflikte – das Album ist ein wütendes Statement gegen eine Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.

Und selbst wenn viele Texte auf Polnisch verfasst sind: Die emotionale Wucht funktioniert erstaunlich gut auch ohne tiefere Sprachkenntnisse. Frontside transportieren ihre Botschaft nicht nur über Worte, sondern über Dynamik, Intensität und Atmosphäre. Man versteht die Dringlichkeit – selbst wenn man nicht jedes Detail entschlüsselt.

Tracks wie Kapłani Diabła, Wejdź Prosto W Nowy System oder Chaosu Nastał Czas wirken wie musikalische Anklagen – direkt, fordernd, ohne Ironie.

Tracklist
  1. Initium
  2. Omen
  3. Kapłani Diabła
  4. Zostaniecie Z Niczym
  5. Alfa I Omega
  6. To Wszystko Co Masz
  7. Wejdź Prosto W Nowy System
  8. Na Krawędzi
  9. Chaosu Nastał Czas
  10. Sztylet, Brzytwa, Hak I Sznur
  11. Czas Zabijania
  12. Nemesis
  13. Terminus


Nemesis ist ein kraftvoller, direkter und kompromissloser Metal-Angriff auf das Trommelfell. Frontside zeigen, dass sie auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Wut und Energie verloren haben. Das Album funktioniert über Intensität und Haltung – selbst ohne polnischen Wortschatz versteht man die Dringlichkeit dieser Songs. Ein starkes, wuchtiges Comeback einer Band, die genau weiß, wie man Druck erzeugt.

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